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44 Sponsoren an Bord der Sail


Bremerhaven. „All Hands on Deck“, unter diesem Motto hat die BIS 44 Partner und Sponsoren für die Sail an Land ziehen können. Ohne Unterstützung fiele die Windjammer deutlich kleiner aus. Doch die Unternehmen machen das nicht nur aus Liebe zu Bremerhaven. Von Nina Dobratz


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Ob in Köln, München oder Berlin: Wer sich bis zum 25. Juli ein Fischbrötchen bei Nordsee bestellt, legt es auf ein Tablett mit einer Sail-Auflage. In bundesweit 350 Filialen verteilen die Mitarbeiter 1,5 Millionen Papieraufleger. Kunden können zudem mit einer der 500 000 Karten in den Restaurants oder per Internet beim Sail-Gewinnspiel teilnehmen. Informationen zur Windjammer gibt es in der Kundenzeitschrift „FOOD and friends“. Damit ist Nordsee ein Premiumsponsor, freut sich Heino Tietjen, Leiter des Sail-Organisationsbüros bei der BIS: „Die Sail wird damit bundesweit bekannt.“

Bereits nach der Sail 2005 ging Tietjen auf Sponsorensuche – denn nach der Sail ist vor der Sail. „Ohne die Partner können wir die Sail in diesem Umfang nicht durchführen“, erklärt der Chefplaner, der einen hohen sechsstelligen Betrag einwerben konnte. Genaue Zahlen möchte er nicht nennen.

Finanzielle Unterstützung und Sachleistungen seien unabdingbar, sagt Tietjen. Würde etwa die Firma Comet Feuerwerk nicht das Abschlussfeuerwerk spendieren, würde das bunte Spektakel deutlich kleiner ausfallen. Völlig gestrichen wäre beinahe das Eröffnungskonzert, wenn die Lloyd-Werft nicht kurzfristig eingesprungen wäre.

Erstmals ist der Kekshersteller Bahlsen als Sponsor dabei. Das Hannoveraner Unternehmen setzt in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Segel für die Sail: Auf der Promotiontour geht es unter anderem in Braunschweig, Oldenburg und Bünde in Supermärkte. Mit von der Partie ist das mehr als 40 Jahre alte Segelbeiboot „Möwe“, das mit Keksen und Informationsmaterial über die Sail gefüllt ist.

BIS-Geschäftsführer Volker Kölling weiß, warum die Unternehmen bei „All Hands on Deck“ mitmachen: „Das ist nicht nur die Liebe zu Bremerhaven. Die Partner haben zwar eine Affinität zur Sail, aber sie erwarten auch einen Gegenwert.“ So werden die Premiumsponsoren auf Plakaten, Briefpapier und Co. genannt. Die anderen Unternehmen, die teilweise bereits seit 1986 dabei sind, werden unter anderem im Begleitheft genannt. Sie können zudem bei ihren eigenen Kunden mit ihrem Engagement werben.

Die mediale Aufmerksamkeit sei ebenso ein Motiv. Bereits seit Wochen wird bundesweit über die Sail berichtet. „Und das Medieninteresse ist während der Sail noch größer. Sämtliche Fernsehsender werden vor Ort sein“, sagt Kölling. Die Windjammer habe mit ihren eine Million Gästen eine internationale Ausstrahlungskraft. Das überzeuge die Partner. „Es ist für alle eine Win-Win-Situation.“

Damit die Sail 2015 wieder ein Erfolg wird, geht Tietjen bereits während der Sail im August auf Sponsorenjagd. „Wir sollten am besten die Verträge nach dem Feuerwerk zur Unterschrift vorlegen, wenn die Emotionen noch da sind“, sagt er und lacht.


Artikel vom 09.07.10 - 12:00 Uhr
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