
Hatten die Pinguins am vergangenen Wochenende dank eines Dreierpacks in drei Minuten bei den Lausitzer Füchsen mit 5:3 gewonnen, setzten sie beim 5:3 in Ravensburg noch einen drauf – mit einem Viererpack in vier Minuten. Im Mitteldrittel zogen sie auf 4:0 davon und tüteten damit den zweiten Auswärtssieg in Folge ein. „Wir haben ein sehr starkes Auswärtsspiel gemacht. Die Mannschaft hat Kampfgeist gezeigt“, sagte Trainer Leidborg. Eine so starke Leistung hatte er nach den kurzfristigen Ausfällen nicht erwartet. Ales Kreuzer (Fieber) und Carsten Gosdeck (Knieverletzung) fehlten. Auch die gestrige Untersuchung per MRT hat keine Klarheit darüber gegeben, wie schwer der Stürmer verletzt ist. Für Dienstag ist nun eine Kniespiegelung angesetzt. Felix Thomas ersetzte Gosdeck im zweiten Angriff. Im Tor stand Marko Suvelo. „Er war wieder stabil. Das war entscheidend für unseren Erfolg“, lobte Leidborg den Deutsch-Finnen.
Suvelo hatte einen einzigen Wackler, als er in der 4. Minute die Scheibe fallen ließ. Ben Thomson traf ins Tor, doch Schiedsrichter Michael-Andre Fröschle hatte bereits abgepfiffen, weil er nicht gesehen hatte, dass der Puck frei war. „Da hatten wir Glück“, gab Leidborg zu.
Es entwickelte sich ein schnelles und kämpferisches Spiel. Dass es trotz guter Chancen nach 20 Minuten 0:0 stand, war beiden Torhütern zu verdanken.
In den Anfangsminuten des Mitteldrittels hatten die Pinguins einige brenzlige Situationen zu meistern. Suvelo hielt hervorragend gegen Kiel Mc Leod (22.) und Frederic Cabana (24.).
Doch dann kamen die magischen Minuten: Genau 198 Sekunden brauchten die Pinguins, um den zweiten Auswärtssieg in Folge auf den Weg zu bringen.
Nach 25 Minuten und 13 Sekunden bahnte sich das Unheil für Titelverteidiger Ravensburg an. Mark Kosick schob den Puck zum 1:0 über die Linie. 78 Sekunden später zog Stanislav Fatyka von der blauen Linie ab: 2:0. Die Abstände wurden nun kürzer: Es dauerte nur 31 Sekunden, bis Sergej Janzen zum 3:0 vollendet hatte und weitere 29 Sekunden später besorgte Chris Stanley das 4:0. „Das war natürlich super – und es waren auch noch vier schön herausgespielte Tore“, sagte Leidborg.
Diese vier Treffer brachten die Gastgeber schwer ins Wanken, aber noch nicht zu Fall. Sie wehrten sich nach Kräften und die Pinguins hatten Glück, dass sie ohne Gegentor in die zweite Pause kamen. Als Jan Kopecky in der 44. Minute auf 5:0 erhöht hatte, schien endgültig alles klar – doch die Towerstars erzielten noch drei Tore. Zu viele Strafzeiten waren der Grund dafür, dass die Pinguins ein wenig zittern mussten. In doppelter Überzahl traf Mc Leod zum 1:5 (46.), wenig später erzielte Markus Busch das 2:5 (48.). Doch die Pinguins ließen die Gastgeber nicht mehr in einen Rausch kommen, um das Spiel zu kippen. Das 3:5 (59.) durch Tom-Partic Kimmel kam dafür zu spät.
Mit dem Sieg sind die Bremerhavener auf Platz vier geklettert, bei einem Erfolg am Sonntag gegen Rosenheim (16 Uhr, Eisarena), könnte es sogar noch weiter nach vorne gehen. (lb)
Ravensburg – Fischtown Pinguins 3:5 (0:0, 0:4, 3:1)
Pinguins: Tor: Suvelo (Staudt); Abwehr: Fatyka, Teljukin – Hucko, Slaton – Janke, Willaschek; Angriff: Dejdar, Stanley, Kopecky – Saurette, Kosick, Thomas – Sergej Janzen, Alexander Janzen, Litesov – Verelst, Gunkel, Schlicht.
Tore: 0:1 (25:13) Kosick (A. Janzen, Saurette); 0:2 (26:31) Fatyka (Teljukin, Kopecky); 0:3 (27:02) S. Janzen (Litesov, A. Janzen); 0:4 (28:31) Stanley (Fatyka, Kopecky); 0:5 (43:09) Kopecky (Hucko, Stanley) bei 5/4; 1:5 (45:47) Mc Leod (Wren, Kinch) bei 5/3; 2:5 (47:47) Busch (Slavetinsky, Oravec); 3:5 (58:33) Kimmel (Wren, Kinch) bei 5/4
Strafzeiten: Towerstars: 14 Minuten – Pinguins: 18 Minuten
Schiedsrichter: Michael-Andre Fröschle – Zuschauer: 2200
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