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Zu harmlos gegen den Spitzenreiter

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Mit dem zweifachen Torschützen Jason Pinizzotto (rechts) hatten die Pinguins tüchtig zu kämpfen. Hier gibt der Ex-Pinguin Patrik Hucko das Nachsehen. Foto Reinhardt

Schwenningen. Diese Dienstreise hat sich für die Fischtown Pinguins nicht gelohnt. Beim 1:4 (0:1, 0:1, 1:2) gegen die Schwenninger Wild Wings waren die Bremerhavener chancenlos. Weil Rosenheim ebenfalls verlor, bleibt die Mannschaft von Trainer Gunnar Leidborg aber auf Playoff-Platz sechs in der Zweiten Eishockey-Bundesliga.

Anders als noch beim 3:2-Sieg im ersten Spiel in Schwenningen konnten die Pinguins den Spitzenreiter diesmal nicht ärgern. Die Wild Wings feierten ihren zehnten Heimsieg in Serie. „Der Sieg geht absolut in Ordnung. Schwenningen war vom ersten bis zum letzten Bully besser als wir“, sagte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg.Seine Mannschaft begann in der gleichen Formation wie am Freitag, doch anders als gegen Ravensburg strahlten die Pinguins nie wirklich Gefahr aus. Bis ins gegnerische Drittel hinein sah es ganz anständig aus, dann fehlte das letzte Etwas.Den Beginn des Spiels verschliefen die Pinguins völlig. Jason Pinizzotto hatte schon in der 1. Minute eine Riesenchance, die zweite Gelegenheit wenig später war drin. Einen eher harmlosen Schuss hielt Pinguins-Torhüter Marko Suvelo nicht fest, es war auch kein Verteidiger da, um den Abpraller zu klären und so bedankte sich Christoph Melischko mit dem 1:0 (2.). Spielerisch berappelten sich die Pinguins danach, der Zug zum Tor fehlte jedoch. Ein Bauerntrick von Brad Self war die einzige gute Chance.Das Bild änderte sich auch nicht nach dem ersten Seitenwechsel. Bremerhaven spielte mit, mehr nicht. Auch im Powerplay fehlte die Torgefahr. Das 2:0 (27.) durch Patrick Geiger war fast eine Blaupause des ersten Gegentores. Schuss von der blauen Linie, Abpraller, und statt eines Verteidigers war nur ein gegnerischer Stürmer zur Stelle, der locker einschieben konnte.Auch im Schlussabschnitt war zunächst kein Aufbäumen zu sehen. Die Pinguins spielten weiter artig mit, aber das war zu wenig, um beim großen Titelfavoriten gewinnen zu können. Beim dritten Treffer waren die Schwenninger in Überzahl, trotzdem hätte Pinizzotto niemals so frei vor dem Tor stehen dürfen. Er bekam die Scheibe zugespielt und konnte sich die Ecke aussuchen. Das 3:0 (52.) war für den „Pistolero“ ein Kinderspiel.Das Spiel war so gut wie verloren, da gab Leidborg seinem Dauer-Bankdrücker Konstantin Firsanov ein wenig Eiszeit. Und gleich in seinem ersten Wechsel traf der 28-Jährige mit einem Sonntagsschuss zum 1:3 (54.). Es war sein erstes Tor seit seiner Rückkehr zu den Pinguins.Nun keimte ein wenig Hoffnung auf. Alex Janzen und Chris Stanley hatten eine Doppelchance, wenig später tauchte Gerrit Fauser vor Gäste-Torhüter Sinisa Martinovic auf. Doch die Zeit lief den Pinguins davon. Eine Minute vor dem Ende nahm Leidborg Torhüter Suvelo raus, aber der Anschlusstreffer war nicht mehr zu erzwingen. Im Gegenteil: Ex-Pinguin Pinizzotto traf kurz vor dem Ende ins leere Tor und machte seinen zweiten Treffer an diesem Abend.„Schwenningen hat uns kaum eine Chance gegeben, ins Spiel zu kommen. Trotzdem hatten wir die Möglichkeit, hier besser auszusehen“, sagte Leidborg.Gäste-Trainer Axel Kammerer war mit der Leistung seiner Mannschaft voll zufrieden. Ebenso wie mit der von Schiedsrichter Franz-Josef Trainer, „dem besten in der Liga“, wie er sagte. Der erfahrene Referee aus Bad Aibling ließ das Spiel laufen und hatte trotzdem die Zügel fest in der Hand. Das lässt für das Eröffnungsspiel der neuen Eishalle zwischen den Pinguins und Hannover am 6. März hoffen. Das wird nämlich Trainer pfeifen. Es ist sein Abschiedsspiel, nach der Saison beendet er seine Schiedsrichter-Karriere. (ber/lb)

Artikel vom 07.02.11 - 13:12 Uhr
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