Letztlich will der Verein mit je einer Mannschaft der A-Jugend, B-Jugend und C-Jugend in der Regionalliga vertreten sein.
Möglich wurde diese Konstruktion des Junioren-Fördervereins (JFV) durch den Deutschen Fußball-Bund, der einen solchen Zusammenschluss genehmigt hat mit der Zielsetzung, einen leistungsbezogenen Spielbetrieb durchzuführen.
Nun herrscht nicht nur Euphorie im Vorstand des JFV, der den Verein beim Bremer Fußball-Verband bereits gemeldet hat. Man ist sich durchaus bewusst, auch Rückschläge einstecken zu müssen. Sollte nämlich eine Mannschaft des JFV aus der Regionalliga absteigen müssen, dann müssten auch die Mannschaften der Stammvereine des JFV, Leher TS und OSC, mit ihren betreffenden Jugendmannschaften eine Liga tiefer rutschen. Denn JFV zusammen mit LTS oder OSC in einer Liga – das geht nicht, wie der sportliche Leiter des JFV, Jürgen Fahlbusch, darlegte.
„Es hat aber keinen Sinn, alles negativ zu sehen“, sagt Sasa Pinter, der ebenfalls dem JFV-Vorstand angehört.
Der JFV will sich um Talente aus Bremerhaven und Umgebung kümmern. Diese zu finden, ist kein Problem. Denn durch die Kooperation mit Werder Bremen, der Schule mit sportlichem Profil (Schule am Leher Markt), den DFB-Stützpunkten und den Auswahlmannschaften des Bremer Fußball-Verbandes sind die Talente bereits zum großen Teil erfasst.
Blau und Rot werden die Vereinsfarben sein, in denen die Fußballer des JFV in der Regionalliga bestehen sollen. Noch steht nicht fest, wer die einzelnen Mannschaften trainieren soll. Allerdings führen die Verantwortlichen des JFV bereits Gespräche mit Trainern, die einmal die Qualifikation und zum anderen Erfahrung haben. Spieler, die sich beim JFV bewähren wollen, müssen Mitglied bei einem JFV-Stammverein, also LTS oder OSC werden. Schaffen sie den Sprung in die Regionalliga nicht, dann kehren sie zum Stammverein zurück und während der üblichen Wechselfristen im Winter und Sommer könnten sie auch zu ihren Ursprungsvereinen wechseln.
Die Regionalligamannschaften sollen keine riesigen und aufgeblähten Kader haben. „Wir erhoffen uns natürlich auch eine Sogwirkung und möchten, dass Spieler auch von selbst zu uns kommen“, blickt Jürgen Fahlbusch in die Zukunft. Die sah ein Zuhörer so: „Glückwunsch zu diesem Konzept. Es ist der einzige Weg, endlich aus der Provinzialität zu kommen.“ (ewm)
