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WM-Aus für die deutschen Basketballer

Kayseri. Was für eine Enttäuschung: Die deutschen Basketballer haben das Achtelfinale bei der Weltmeisterschaft verpasst. Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann verlor gestern gegen Angola mit 88:92 (78:78, 35:40) nach Verlängerung und hat vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Jordanien keine Chance mehr auf den Einzug in die K.o.-Runde. Deutschland verspielte in den letzten drei Minuten der regulären Spielzeit einen Zehn-Punkte-Vorsprung.

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Auch 23 Punkte von Jan-Hendrik Jagla (hinten) konnten das Aus der deutschen Mannschaft gegen Angola nicht verhindern. Foto dpa

Im fünften Vergleich mit den Angolanern war es die erste Niederlage für die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes. Die so hoffnungsvolle Generation um die Youngster Tibor Pleiß, Robin Benzing und Philipp Schwethelm erlebte in ihrer Entwicklung damit einen herben Rückschlag. „Ich bin riesig enttäuscht. So etwas darf uns nicht passieren. Das ist auch mit der Jugend der Mannschaft nicht zu entschuldigen“, sagte der Bonner Tim Ohlbrecht.

Gut drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte das junge deutsche Team bereits mit zehn Punkten geführt (74:64), selbst 100 Sekunden vor Schluss waren es noch neun Punkte. Doch dann bekam die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) wieder das große Flattern und schenkte den Vorsprung mit leichten Fehlern her. 16 Sekunden vor dem Ende glich der überragende Olimpio Cipriano (28 Punkte) für die Angolaner aus. Von diesem Schock erholte sich die DBB-Equipe nicht mehr und kassierte im vierten Spiel die entscheidende dritte Niederlage. Auch 23 Punkte von Jan-Hendrik Jagla konnten das Aus nicht verhindern.

Schwächen beim Rebound

Die deutsche Mannschaft startete vor 3000 Zuschauern in der Kadir Has Arena übernervös. Zwar sorgte Jagla mit insgesamt elf Punkten im ersten Viertel für eine zwischenzeitliche 15:8-Führung, doch bis zum Ende der ersten zehn Minuten hatten die Angolaner zum 19:19 ausgeglichen.

Auch im zweiten Abschnitt fanden die Bauermann-Schützlinge nicht zu ihrem Spiel. Zu keiner Zeit gelang es, die Größenverhältnisse unter dem Korb auszuspielen. Die Angolaner zogen schnell auf zehn Punkte davon. Doch die deutschen Riesen kämpften immer weiter verbissen um den Anschluss und wurden zu Beginn des Abschlussviertels belohnt. Der in diesem Turnier bislang noch gar nicht in Erscheinung getretene Lucca Staiger von ALBA Berlin setzte mit zwei verwandelten Dreiern die Initialzündung und brachte die DBB-Auswahl 62:58 in Führung, die sie auf 74:64 ausbaute. Doch die „jungen Wilden“ packte nun die Angst vor dem Sieg, die am Ende zur Niederlage führte. In der Verlängerung ging dann fast gar nichts mehr. Die Angolaner kamen zu leichten Punkten und schaukelten den Sieg nach Hause. (dpa)

Die Statistik

Deutschl. – Angola 88:92 n.V.

Deutschland: Benzing (Ulm), Ohlbrecht (Bonn) 17, Schaffartzik (Ankara) 18, Staiger (Berlin) 8, Schwethelm (Bremerhaven) 12, Pleiß (Bamberg) 2, McNaughton (Oldenburg), Jagla (Gdingen) 23, Greene (München) 1, Hamann (München) 7, Harris (Gonzaga University), Günther (Ulm)

Angola: Cipriano 30, Fortes, Morais 8, Bonifacio, Paulo, Jeronimo, Gomes 16, Mbunga, Ambrosio 9, Almeida 6, Lutonda 13, Mingas 10

Zuschauer: 3000

Artikel vom 02.09.10 - 12:00 Uhr
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