
Sechs Vorbereitungsspiele haben die Pinguins bisher absolviert, dabei gab es vier Siege und zwei Niederlagen. „Viele Sachen haben wir da ganz gut gemacht, einige aber auch nicht. Wir müssen weiter arbeiten, um das in den Griff zu bekommen“, sagt der Schwede. Bei den Testspielen in Jonsdorf war er vor allem mit den beiden Linksaußen in seinen Top-Reihen, Ales Kreuzer und Alexander Janzen, noch nicht zufrieden.
Für das Spiel heute gegen Ritten (20 Uhr, Eisstadion) hat er sich entschieden, den Kämpfer Alex Janzen in die Gosdeck-Reihe und den spielstärkeren Ales Kreuzer in die Stanley-Reihe zu stellen. „So fangen wir an, aber im Laufe der Saison werden wir sicher öfter umstellen. Bei nur sieben Verteidigern und zwölf Stürmern wird das nicht vermeidbar sein.“ Die beiden anderen Paare in den Top-Reihen sind gesetzt. Was Chris Stanley und Marian Dejdar zusammen ausfressen können, haben sie vergangene Saison oft genug gezeigt. Carsten Gosdeck und Brad Self haben sich ebenfalls gefunden. „Brad ist ein Klassemann“, sagt Gosdeck, „mit ihm habe ich schon in Riessersee gut zusammengespielt.“
Im Training deutete sich an, dass die Fans ein anderes Überzahlspiel sehen werden – mit viel mehr „Feuerkraft“ als in der Vorsaison. Patrik Hucko und Chris Leinweber halten in einer Formation die blaue Linie, in der anderen sind es Justin Kurtz und Gosdeck. Für ihn rückt dann Marius Garten in der Sturm. „Wir haben zuerst mit Gosdeck im Sturm geübt, aber er stand automatisch immer ,hoch‘. Deshalb setzte ich ihn jetzt gleich an der blauen Linie ein – dann steht er wenigstens nicht im Weg“, erklärt Leidborg mit einem Schmunzeln.
In Unterzahl setzt Leidborg auf die jungen Kräfte wie Marcel Ohmann und Thomas Brandl oder Dimitri Litesov und Sergej Janzen. „Die Jungs haben eine neue Aufgabe. In Dänemark hat das noch nicht geklappt, aber zuletzt haben sie das ganz gut gemacht“, sagt der Pinguins-Trainer.
Gegen Ritten werden die Pinguins heute schwer gefordert werden. Die Südtiroler sind italienischer Vizemeister. „Dieses Jahr wollen sie unbedingt Meister werden. Man muss nur die Aufstellung lesen, dann weiß man, was da heute auf uns zukommt“, sagt Leidborg. Ein echter Fingerzeig für die Saison eben.
