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Trainer-Karussell dreht sich

Bremerhaven (rie). Sportlich steht für die Eisbären Bremerhaven am Sonnabend (19.30 Uhr, Stadthalle) der letzte Akt in der Basketball-Bundesliga auf dem Programm. Die vierte BBL-Saison war zugleich die schlechteste Serie, an deren Ende der Abstieg steht. Ab kommenden Dienstag kehren die Spieler in ihre Heimatländer zurück, Ruhe kehrt dann aber trotzdem noch nicht ein.

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„Na, sei ehrlich. Du bleibst Cheftrainer, oder?“ Assistenztrainer Pat Elzie (rechts) und der noch amtierende Eisbären-Cheftrainer Algirdas Milonas. Der Litauer übernahm das Amt zu Beginn des Jahres von seinem Landsmann Sarunas Sakalauskas. Foto: eer

Denn zwei zentrale Fragen sind in den kommenden Tagen und Wochen zu klären. Spielen die Bremerhavener in der kommenden Saison in der ProA oder erhalten sie eine Wildcard? Die würde den Verbleib in der Bundesliga sichern. Diese Entscheidung kann sich, wenn es schlecht läuft, allerdings bis Anfang Juli hinziehen.

Wesentlich zeitnäher wird entschieden sein, wer in der kommenden Saison sportlich auf der Kommandobrücke der Eisbären stehen wird – unabhängig, in welcher Liga die Mannschaft künftig spielen wird.

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Silvano Poropat hat noch keinen neuen Klub. Wird er der Eisbären-Coach? Foto: eer

Am kommenden Montag oder Dienstag, so hat es Manager Jan Rathjen vor Wochen schon gesagt, wird es ein Gespräch mit Algirdas Milonas und seinem Assistenten Pat Elzie geben. Dabei wird nicht nur die zweite Saisonhälfte, in der sie für das Team verantwortlich waren, analysiert, sondern dann wird sich auch entscheiden, ob sie beide im Amt bleiben oder nur einer von ihnen bleibt oder vielleicht beide gehen müssen.

Poropat oder Oldham?

Seit einiger Zeit schwirren aber auch andere Namen durch die Foren, das Kandidaten-Karussell hat begonnen, sich zu drehen. Der Ex-Ludwigsburger Silvano Poropat, hat nach seinem Rauswurf in der Barockstadt noch keinen neuen Klub gefunden. Sein Name machte ebenso die Runde wie der von Calvin Oldham, einst Trainer in Leverkusen und Assistenztrainer bei ALBA Berlin. Am Dienstag beurlaubte EnBW Ludwigsburg Cheftrainer Rick Stafford, also einen Spieltag vor Saisonende. Wäre der Schüler von Bundestrainer Dirk Bauermann aus Bamberger Zeiten einer für die Eisbären?

Eher nicht.

Aber seit Dienstagmittag dreht sich das Coach-Karussell für die Bremerhavener etwas schneller. Denn da gab Doug Spradley bekannt, dass er die Paderborn Baskets nach acht Jahren verlassen wird.

Der 42-Jährige, das wäre schon eine große Nummer für die Eisbären. Denn er ist durchaus als Erfolgscoach einzustufen. In Paderborn hat er in vielen Jahren das Optimum aus der Mannschaft herausgeholt, rüttelt vor dem letzten Spieltag am Sonnabend sogar noch am Playoff-Tor.

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Der neue Arbeitsvertrag ist es nicht, den Doug Spradley hier studiert. Es ist das Scouting bei einem Spiel in der Stadthalle. Foto: ls
Vor zwei Jahren wäre Spradley fast schon einmal bei den EWE Baskets Oldenburg gelandet, hatte dort schon unterschrieben. Aber er hatte die Klauseln seines Vertrags in Paderborn nicht beachtet – und musste zwei weitere Jahre bleiben.

Doch nun ist Spradley frei.

Als Hauptgrund für den Abschied aus Paderborn nannte er die Ungewissheit, wie es bei den finanziell angeschlagenen Westfalen in der kommenden Saison weitergehen würde. In Paderborn wollte er sich die Pro A nicht mehr antun. Doch genau dies könnte ihm drohen, wenn er bei den Eisbären anheuern würde.

Wobei auch das ein kleiner Unterschied wäre. Denn der Etat der Bremerhavener dürfte selbst in der ProA höher sein als das Budget der Paderborner in der BBL.

Gutes Verhältnis zu Rathjen

Für Spradley könnte auch sprechen, dass er seit vielen Jahren ein ausgezeichnetes Verhältnis zum Eisbären-Manager hat. Beide kennen sich schon seit fast zehn Jahren. Damals spielte der Amerikaner noch unter Rathjen, der beim Mitteldeutschen BC als Assistenztrainer tätig war.

Rathjen wollte gestern zum Thema Spradley keine Wasserstandsmeldung abgeben. „Wir bleiben bei unserem Fahrplan und werden uns erst mit Algirdas Milonas und Pat Elzie unterhalten, Und dann werden wir weiter sehen, was passiert.“

Artikel vom 08.05.09 - 15:00 Uhr
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