
Den Grundstock für seinen Sieg legte Buchholz am ersten Turniertag: Er brauchte für die zwei Durchgänge auf dem Neun-Loch-Platz im Bürgerpark (Par 33) nur 68 Schläge. Doch Titelverteidiger Jens Nickel ließ sich davon nicht beeindrucken, mit nur zwei Schlägen Rückstand nahm er am nächsten Tag die Aufholjagd in Angriff. Und zwar erfolgreich. Beide Golfer lagen am Ende der zweiten Runde mit 143 Schlägen genau gleichauf.
Die dritte und entscheidende Runde versprach also spannend zu werden – und sie hielt dieses Versprechen. Weder Buchholz noch Nickel konnten sich absetzen, beide belauerten sich gegenseitig. Es war ein Kampf Mann gegen Mann, der Drittplatzierte hatte zu dem Zeitpunkt schon keine Chance mehr auf den Titel.
Doch just als Nickel an der 17 zum Abschlag ausholte, lief ein offenbar nicht regelkundiger Zuschauer in sein Blickfeld. Die Konzentration war für eine Millisekunde gestört – und schon flog der Ball links ins Wasser. Selbst Konkurrent Buchholz ärgerte sich über dieses Pech, am liebsten hätte er Nickel den Schlag wiederholen lassen, aber das erlauben die Regeln nicht. Nickel erhöhte nun das Risiko, aber so kurz vor dem Ende war nichts mehr zu machen – außer Buchholz zu gratulieren.
So spannend ging es bei den Damen nicht zu. Nach den ersten beiden Runden führte Alexandra Köhler schon mit 13 Schlägen Vorsprung vor der Titelverteidigerin Nanett Wilmink. Auf den ersten vier Löchern der letzten Runde holte Nanett Wilmink zwar kräftig auf (unter anderem mit einem Birdie auf Bahn 4), konnte dieses spielerische Niveau aber nicht halten. Am Ende wurde Alexandra Köhler mit 272 Schlägen Clubmeisterin, ihre Vorgängerin brauchte 278. (tom)
