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Titel souverän verteidigt

Bremerhaven. Tjark und Mathes Schwebe vom Wassersportverein Wulsdorf (WVW) haben bei der 41. Weser-Herbst-Regatta wie im Vorjahr mit der 4,20 Meter langen Jolle „Walter D.“ vom Jugendsegelzentrum Bremerhaven (WYC und WVW) die wichtigste Wertung gewonnen.

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Tjark und Mathes Schwebe vom Wassersportverein Wulsdorf haben ihren Titel bei der Weser-Herbst-Regatta verteidigt. Foto nz

Als schnellstes Boot nach berechneter Zeit gewannen sie die Tal- und Bergfahrt mit den Plätzen eins und drei. Sieger als schnellstes Boot nach gesegelter Zeit war Matthias Bröker vom Weser Yacht Club Bremerhaven (WYC) mit seiner 33 Fuß (rund 10 Meter) langen Yacht „Pyleia“ mit den Plätzen drei und eins.

Die gesegelte Zeit ist die, nach der die Boote tatsächlich ins Ziel kommen. Die berechnete Zeit bezieht die Größe und Leistungsfähigkeit der Boote mit ein. Vereinfacht gesagt bekommt derjenige, der mit einem kleineren Boot fährt, eine Zeitgutschrift.

Die Weser-Herbst-Regatta wurde zum 41. Mal von der Yachthafen-Gemeinschaft Grohn veranstaltet. 64 Boote starteten am Sonnabend weserabwärts von Bremen nach Bremerhaven (Talfahrt), die Rückregatta startete am Sonntag weseraufwärts von Bremerhaven nach Bremen (Bergfahrt).

Wind von vorne

Die Regattateilnehmer mussten sich an den beiden Tagen auf sehr unterschiedliche Wettkampfbedingungen einstellen. Ging es bei der ersten Wettfahrt von Farge nach Blexen mit westlichen Winden der Stärke drei bis vier im Rücken recht zügig voran, so war am Sonntag auf dem Rückweg nach Bremen-Nord zeitaufwendiges und für die Jollensegler Kräfte zehrendes Kreuzen angesagt. Der Wind kam von vorne und hatte auf fünf bis sechs Beaufort (etwa 30 bis 40 km/h) zugelegt. Uwe Wenzel von der Wettfahrtleitung entschied sich daraufhin für eine Bahnverkürzung. Der Zieleinlauf war auf Höhe Brake vorverlegt worden, doch trotzdem reichte einigen Teilnehmern die Zeit nicht aus, um vor dem ablaufendem Wasser dort einzutreffen. „Die letzten sind schon gegen den Strom gefahren“, so Uwe Wenzel.

„Das Kreuzen bei dem Starkwind hat uns sehr viel an Kraft und Konzentration abverlangt“, so der erschöpfte Vorschoter Mathes Schwebe, „aber das Ergebnis entschädigt für vieles“, sagte Steuermann Tjark Schwebe.

Das wertvolle Schiffsmodell der Aschanti als begehrter Wanderpreis bei dieser Traditionsveranstaltung für das schnellste Schiff nach berechneter Zeit sowie das „Blaue Band der Weser“ als Sonderpreis für das schnellste Boot nach gesegelter Zeit gingen in diesem Jahr somit an die Brüder Tjark und Mathes Schwebe (WVW) sowie an Matthias Bröker (WYC) nach Bremerhaven. Die Nachwuchsseglerin Imke Schürenstedt aus Lemwerder steuerte mit ihrem „Piraten“ das schnellste Jugendboot. Von den 64 gestarteten Booten platzierten sich auf den vorderen Plätzen ebenfalls aus Bremerhaven nach gesegelter Zeit auf Platz sieben die „Gipsy“ von Peter Charles (WYC) und auf Platz 13 nach gesegelter Zeit (Platz 11 nach berechneter Zeit) die „Roxanne“ von Thomas Holze (WYC). (nz)

Artikel vom 31.08.10 - 07:00 Uhr
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