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So hart trainiert wie noch nie


bREMERHAVEN. Mit seinen 29 Jahren hat Brad Self schon einiges erlebt im Eishockey. Bei den Fischtown Pinguins hat der Neuzugang vom SC Riessersee aber eine neue Erfahrung gemacht. „Sa hart wie hier habe ich noch nie trainiert“, sagt der Kanadier. Von LARS bROCKBALZ


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Wohin führt der Weg der Pinguins? Brad Self ist überzeugt davon, dass es direkt in die Playoffs geht. Foto lb

Zweimal am Tag aufs Eis, im Trainingslager in Dänemark und Jonsdorf je drei Spiele an drei aufeinanderfolgenden Tagen und trotzdem Training am Vormittag – Self war in seinen ersten Wochen in Bremerhaven ganz schön geschlaucht. Auch deshalb ist er froh, dass mit der ersten Pokalrunde morgen gegen Landshut (20 Uhr, Eisstadion) die Pflichtspiel-Saison losgeht. „Wenn wir regelmäßig Freitag und Sonntag spielen, werden wir in einem anderen Rhythmus trainieren.“

Vom harten Training erholt sich Self am liebsten auf dem Sofa. „Um ehrlich zu sein ist Entspannen mein größtes Hobby. Am liebsten vor dem Fernseher, wenn Sport läuft. Fußball, Basketball, Tennis – ich mag eigentlich jeden Sport.“ Der Junggeselle kann sich solch ein Leben erlauben: Freundin Kelly ist in Kanada geblieben, sie studiert noch.

Self ist mit einem klaren Auftrag nach Bremerhaven gekommen: Er soll den Kopf einer zweiten torgefährlichen Reihe bilden. Alexander Janzen und Carsten Gosdeck sind seine Partner und in den Testspielen haben die drei gezeigt, dass sie einiges ausfressen können. „Mit Carsten in einer Formation zu spielen ist perfekt für mich. Weil er so ein riesiger Kerl ist, konzentrieren sich die Gegenspieler sehr auf ihn – das verschafft mir mehr Platz auf dem Eis.“ Der 29-Jährige sieht sich als klassischen Spielmacher, seine Punktebilanz kann sich aber auch sehen lassen. In vier Jahren in Garmisch hat er 175 Spiele gemacht und dabei 102 Tore geschossen und 132 Vorlagen gegeben.

Nach dem freiwilligen Rückzug des SC Riessersee aus der Zweiten Liga hat Self über seinen alten Teamkollegen Chris Stanley Kontakt zu den Pinguins aufgenommen. Der Wechsel war dann schnell eingetütet. Vom Umfeld bei den Pinguins war der Kanadier schnell begeistert: „Hier kümmern sich noch mehr Leute um das Team, alles wird dir abgenommen. Sogar beim Training ist die Physiotherapeutin immer dabei“, schwärmt Self. Das sei für ihn deshalb wichtig, weil er nach zwei Verletzungen in den vergangenen Spielzeiten (Meniskus und Schienbein) noch mehr Acht auf seinen Körper gebe.

„Wir haben vier gute Reihen“

Doch nicht nur das drumherum hat ihn überzeugt, auch das Team. „Wir haben vier gute Reihen, das hatten wir in Garmisch nie. Die Kölner Jungs oder die Reihe mit Garten, Litesov und Sergej Janzen kannst du vollwertig einsetzen, das wird einer unserer Trümpfe sein. Die Erfahrung zeigt, dass immer die Mannschaften Erfolg haben, die in der Tiefe gut besetzt sind“, sagt Self. „Top sechs, direkt in die Playoffs“ ist dementsprechend sein Saisonziel.

In der Mannschaft ist Self angekommen, in Bremerhaven noch nicht so ganz. „Wir waren zusammen auf der Sail, sonst habe ich noch nicht viel von der Stadt gesehen“, sagt der 29-Jährige und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Wir haben ja immer trainiert.“ Schon morgen wird sich zeigen, wofür es gut war.

DEB-Pokalrunde

Am Pokalwettbewerb nehmen 32 Mannschaften teil. Neben den 13 Zweitligisten sind 18 Oberligisten und die U20-Nationalmannschaft dabei. Die erste Runde wird an diesem Wochenende ausgetragen. Die weiteren Termine: 19. Oktober, 23. November und 14. Dezember. Das Finale findet am 11. Januar 2011 statt.

Artikel vom 09.09.10 - 07:00 Uhr
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