
Blitz, Donner und der Streik der französischen Fluglotsen hatten für Verzögerungen gesorgt. Zwei Stunden stand der Eisbären-Flieger auf dem Rollfeld, dann ging alles ganz schnell. „Zurück sind wir unter zwei Stunden geflogen, da hat der Pilot ganz schön Gas gegeben, damit wird noch in Bremen landen können“, freute sich der Eisbären-Coach.
Gas gegeben hatten seine Jungs vorher im Trainingslager auch. Fünf bis sechs Stunden tägliches Training standen auf dem Programm. Kraft und Kondition wurde gebolzt, aber auch Einheiten mit dem Ball. „Die Jungs haben ganz schön geschwitzt. Sie hatten wohl einige harte Tage“, sagte Philipp Schwethelm.
Der Nationalspieler, der für Deutschland bei der WM in der Türkei gespielt hatte, stand in Kontakt mit einigen Mitspielern – und hörte vom harten Programm. Am Dienstagmorgen trudelte der 21-Jährige wieder in Bremerhavener ein, heute wird er erstmals mit der Mannschaft trainieren. „Ich bin heiß und freue mich wahnsinnig drauf“, so Schwethelm.
Aber die Bremerhavener Korbjäger hatten auch immer wieder Zeit zu regenerieren. „Wir haben viel Zeit am Pool und am Meer verbracht, um die müden Beine baumeln zu lassen“, so Spradley. Der Cheftrainer war begeistert vom Hotel („Da lief alles ganz easy und entspannt ab, das Essen war gut und reichlich“), angetan von den Trainingsmöglichkeiten („Auch wenn es etwas warm in der Halle war“) und erstaunt über seine Jungs. „Ich glaube, das war das beste Trainingslager, das ich bisher mitgemacht habe“, meint der Trainer.
Die Mannschaft habe mit sehr hoher Intensität trainiert, „die haben richtig gekeult“, so der Coach. Obwohl die Beine bei allen Akteuren sehr schwer gewesen seien, habe sich niemand hängenlassen. Im Gegenteil: Als Torrell Martin nach einigen Einheiten noch freiwillig Sprintübungen eingeschoben habe, seien immer wieder andere Spieler dazugestoßen, um mitzusprinten.
Gestern gab der Trainer seiner Mannschaft einen Tag frei, langsam wird dann die Belastung in den kommenden Tagen wieder angezogen. Am Freitag wird morgens trainiert, nachmittags geht es ins niederländische Groningen zu einem Testspiel. Am Sonnabend wird es nur eine Einheit geben, weil am Sonntag das erste öffentliche Testspiel in Bremerhaven über die Bühne geht. Dann geht es um 16 Uhr in der Stadthalle im „Rückspiel“ gegen die Cuxhaven BasCats. (rie)
