
Schiak hat in den vergangenen Jahren schon häufig positiv auf sich aufmerksam gemacht. Er spielt so gut, dass er bereits an der deutschen U14-Meisterschaft teilgenommen hat und er steht – das ist schon fast eine Selbstverständlichkeit für ihn – im Tischtennis-Landeskader Bremen, in dem die besten U16-Tischtennisspieler aus Bremen und Bremerhaven gemeinsam trainieren. Schiak ist dort einer der Jüngsten.
Drei bis vier Mal pro Woche trainiert Onno – hauptsächlich mit älteren Spielern. Denn die Akteure aus seiner Altersklasse können leistungsmäßig nicht mehr mithalten. Der Schüler trainiert liebend gern mit den Herren des GTV, denn von denen „kann ich mir noch das eine oder andere abgucken“, wie er sagt..
Tischtennis ist die große Leidenschaft des 12-Jährigen, „aber es gibt auch noch ein Leben außerhalb des Tischtennis und das ist mir sehr wichtig“, gesteht er. Denn er verbringt gern Zeit mit seinen Freunden und dann gibt es noch ein „Neben-Hobby“ – das Fahren mit dem BMX-Rad. Aber Onno hat durchaus noch weitere Interessen. „Ich gehe gerne mal ins Kino oder sitze an meinem Computer, um Spiele zu spielen“, sagt er. Eines steht bei ihm überhaupt nicht hoch im Kurs – Fernseh gucken. Ihn interessiere zwar Tischtennis im TV, „aber das wird ja nicht so häufig gezeigt“.
Wenn es ums Tischtennisspielen geht, sind seine Trainer Lars Krüger und Turhan Zivku seine wichtigsten Ratgeber. „Sie haben mich im Training und in den Wettkämpfen enorm weitergebracht“, hat Onno ein Sonderlob für seine Coaches parat. Sein großes sportliches Vorbild ist – wie sollte es anders sein – Deutschlands Weltklassespieler Timo Boll. Dessen Ehrgeiz und Engagement sind für Onno das Nonplusultra.
In seiner noch jungen Laufbahn hat der Gymnasiast schon viel Positives erlebt. Aber es hat auch schon Rückschläge gegeben. Auf die ist Onno gut vorbereitet, Niederlagen arbeitet er für sein Alter schon sehr professionell und gelassen auf. „Man kann ja nicht immer gewinnen, und man sollte auch lernen, mit Niederlagen umgehen zu können. Natürlich will ich immer gewinnen, aber wenn ich dann mal verliere, verkrieche ich mich nicht tagelang auf mein Zimmer und habe schlechte Laune“, sagt der Rechtshänder.
Dann tritt Plan B in Kraft, Onno versucht, sich mit anderen Sachen abzulenken. „Dann setze ich mich an den PC. Action-, Abenteuer- und Strategie-Spiele gefallen mir besonders gut“, sagt der 12-Jährige. Viel Unterstützung bekommt er auch von seinen Eltern. „Sie sind immer für mich da. Mein Vater ist bei fast allen Turnieren dabei“, sagt er.
Sein Berufswunsch könnte der Job als Englisch-Lehrer sein. Und was ist mit Tischtennis-Profi? Onno lacht: „Ich würde mein Geld schon gerne mit Tischtennis verdienen. Aber man sollte Realist bleiben und zunächst etwas Anständiges lernen.“ Schritt für Schritt plant Schiak. Sein nächstes großes Ziel steht schon. „Ich möchte noch einmal bei der deutschen U14-Meisterschaft starten. Sich dafür zu qualifizieren, das wird schon schwer“, sagt Schiak.

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