
Gleich zwei Aufstiege seien ihm gelungen, berichtet der 30-Jährige auf Englisch in der Mittagspause des Camps, mit einem Teller Pommes vor sich, mitten unter den jugendlichen Teilnehmern.
In Italien ist er im Mai mit seinem italienischen Verein, dem Tennis-Club Crema, in die erste Liga aufgestiegen. Dann folgte im August der Aufstieg mit seinem deutschen Team, den BTV-Seelöwen in Bremerhaven, in die erste Bundesliga. Ocera verlor in der Erfolgssaison 2012 nicht ein einziges Match. „Woran das liegt, weiß ich auch nicht genau“, sagt der Sportler. „Ich habe eher weniger trainiert als in der Vorsaison.“
Bei diesem Trainigslager wird richtig geackert, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr sind die Teilnehmer auf den Plätzen. „Das ist für mich aber eher Vergnügen als Arbeit. Die Zeit mit den Kindern vergeht wie im Fluge“, schildert Ocera seine Eindrücke. „Das ist einfach eine gute Sache. Die Kinder haben sehr viel Energie.“
Ocera passt gut in das BTV-Trainergespann rund um A-Lizenztrainer Jens Dierßen, Andreas und Fabia Waller, Julia Puckhaber und Sören Staschen. Ocera empfängt die rotierenden Teilnehmergruppen auf dem Platz 1, der kürzlich ihm zu Ehren in „OC-Court“ umbenannt worden ist.
Der Verein bedankte sich mit dem Akt für die langjährige Treue des Italieners, der seit 2006 für den BTV aufschlägt. „Das ist unglaublich, dass sie das gemacht haben“, sagt der Italiener und blickt immer noch etwas ungläubig auf das Schild.
Zwei bis drei Jahre will der Tennis-Routinier noch im Bürgerpark um Punkte kämpfen. „Ehrlich gesagt, kann ich mir ein Leben ohne Bremerhaven auch danach nicht vorstellen. Ich werde im Sommer sicher auch dann hierherkommen, wenn ich einmal kein Tennis mehr spiele.“

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