Der Tabellenführer aus Bremerhaven zeigte sich geduldig und rannte zumindest nicht kopflos gegen diszipliniert aufspielende Gäste an. Die Schwachhausener zogen sich bei Ballbesitz des OSC bis tief in die eigene Hälfte zurück und boten mit Cenan Coskun nur eine Spitze auf.
Die Olympischen versuchten es mit Matheus Wild, Kapitän Gunnar Schmidt und Patrick Schuder spielerisch zu lösen. Zwingende Möglichkeiten blieben aber über weite Strecken des Spiels Mangelware.
Wenn etwas ging, dann über die linke Seite mit Mirko Franke und Jonas Kaczenski. Franke war auch der Vorbereiter zum Tor des Tages durch Angreifer Gökhan Yücel (65.), der nach dem Querpass Frankes den Ball aus zentraler Position aus acht Metern vorbei an Gästekeeper Michael Beermann in die Maschen schoss. Zuvor hatte Ufuk Gencer den entscheidenden Zweikampf gewonnen und dann auf Franke gepasst.
„Wir müssen den Rhythmus halten“, forderte Trainer Pinter von seinem Team, aber nach der Führung ließen seine Jungs die Zügel wieder schleifen. Die Gäste spielten zwar gefällig mit, aber ernsthaft geprüft wurde Jesse Viktor im OSC-Gehäuse nie. In der Schlussphase vergaben Ufuk Gencer aus zwei Metern (80) und Matheus Wild (83.) aus sechs Metern kläglich und vergaben einen höheren Sieg. Nach 93 Minuten pfiff der gute Ugur Bulut die Partie auf dem Kunstrasen ab.
OSC: Jesse – Struppe, R. Wild, Slawinski (64. Morkan), Kaczenski – Schuder, Schmidt, M. Wild, Franke (83. Degtjarenko) – Gencer (88. Kohlstedt), Yücel. (vs)
