
Die rund 750 Zuschauer in der Rundturnhalle sahen vor allem in der ersten Halbzeit eine erstaunlich gut spielende Eisbären-Mannschaft. Ohne die beiden verletzten Torrell Martin und Andy Büchert sowie WM-Fahrer Philipp Schwethelm waren die Gäste jenseits der Dreier-Linie sehr treffsicher. Bis zur Pause saßen sechs der acht Versuche.
Coach Doug Spradley hatte Yamar Butler, Jan Lipke, Steven Esterkamp, Craig Callahan und Sean Denison als erste Fünf aufs Parkett geschickt. Die wirbelten gleich gut los. Für die ersten Punkte sorgte der Langzeitverletzte Esterkamp, der einen Dreier durch die Reuse schoss, als hätte er nie gefehlt. Das gab dem Ex-Paderborner Selbstvertrauen. Nach seiner schweren Knieverletzung, die ihn fast ein Jahr außer Gefecht setzte, lief Esterkamp noch nicht ganz rund, scheint aber auf einem guten Weg zu sein. Mit 17 Punkten war er zumindest am Sonnabend schon einmal bester Werfer.
Nach dem ersten Viertel lag der Bundesligist standesgemäß mit 35:20 vorn, zur Pause war der Vorsprung auf 19 Punkte angewachsen. Die Eisbären trafen zwei Drittel ihrer Würfe (67 Prozent), Cuxhaven nur 38 Prozent. Den BasCats fehlte es vor allem an Körperlänge.
Nach der Pause ließen die Gäste, für die es im Gegensatz zu den Cuxhavenern der erste Test unter Wettbewerbsbedingungen war, den nötigen Biss vermissen. Es fehlte die ordnende Hand im Aufbau, die Mannschaft nahm es allzu lässig. Vor allem beim Defensivrebound wurde schlecht gearbeitet. Das nutzten die Cuxhavener Amerikaner Marcus Smallwood und Delivez Yearby zu leichten Punkten.
Der Vorsprung der Eisbären schmolz auf 14 Punkte zusammen, die BasCats waren wieder im Spiel. Im Schlussdurchgang zeigte dann auch endlich Cuxhavens Aufbauspieler Brock Gillespie, was in ihm steckt. Er markierte elf Punkte, Richard Fröhlich sechs.
Und die Eisbären? Die verwalteten den Sieg, waren am Ende ziemlich platt, wollten aber auch keine Verletzung mehr riskieren. Eine Schrecksekunde hatte Spradley dann doch noch zu überstehen. Ivan Elliott machte eine dumme Drehung, schrie auf und fasste sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Oberschenkel. Aber zum Glück war nichts ernsthaftes passiert.
Unterm Strich war es ein ordentlicher Auftritt nach zwei Wochen harter Trainingsarbeit. Beim zweiten Spiel gegen den Kooperationspartner am 12. September in der Stadthalle dürfte den Ergebnis etwas deutlicher ausfallen.
Eisbären: Esterkamp (17 Punkte), Callahan, Denison (je 16), Lipke (15), Jermaine Thomas (7), Yamar Butler, Ivan Elliott (je 5), Johnson, Shtein, Pluskota (je 2).
Cuxhaven: Smallwood (17), Hasenkamm (14), Gillespie (13), Yearby (11), Canty, Fröhlich (6), Hülsewede (5), Schaffrath (4), Pfeil (3), Eco.
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