
Antworten gaben Geschäftsführer Jan Rathjen und Marketing-Leiter Arne Dirks am Sonntag den rund 150 Fans im CineMotion. Nach dem Vortrag stellten sie sich den Fragen der Eisbären-Anhänger, denen sie keine Antwort schuldig blieben.
Der Eisbären-Etat beträgt konstant rund 2,8 Millionen Euro. Die Branchen-Riesen wie Bayern München, ALBA Berlin oder Dauer-Meister Bamberg liegen bei über 7 Millionen Euro. Rathjen verdeutlichte an den geschätzten Etats, dass die Liga eine Drei-Klassen-Gesellschaft ist. In der zweiten Hälfte, genau auf dem sportlich zuletzt erreichten elften Platz, rangieren die Bremerhavener. Rund fünf Prozent, so das Ziel der Eisbären, müsse der Etat in den kommenden drei Jahren jeweils wachsen, um weiter sportlich erfolgreich zu sein. „Unter 2 Millionen Euro wird in der kommenden Saison kein Team mehr in der BBL spielen“, so Rathjen.
Die Stadt Bremerhaven kürzt ihre Zuschüsse um fünf Prozent jährlich. Das sind 50 000 Euro, die der Klub kompensieren muss. Die angestrebten fünf Prozent hinzugerechnet, „müssen wir pro Jahr rund 200 000 Euro mehr erwirtschaften“, sagte Rathjen.
Der Weg dorthin wurde den Fans skizziert. Eine Maßnahme wird sein, dass in der kommenden Saison zwei Partien in der ÖVB-Arena in Bremen ausgetragen werden. Zum einen am 30. Dezember gegen die Artland Dragons und dann am 23. März gegen Bayern München. Damit, so Dirks, „werden wir wichtige zusätzliche Einnahmen erzielen“. Zu beiden Spielen in Bremen – die Gespräche mit der Bahn laufen – soll es Sonderzüge geben.
Dirks führte aus, dass die Bremen-Spiele auch in Sachen Sponsoring neue Möglichkeiten eröffneten, „auf diese Einnahmen können wir nicht verzichten“. Auch mit den ortsansässigen Geldgebern und Unterstützern habe es viele gute Gespräche gegeben, fast alle Partner, so Rathjen, hätten zugesagt, ihre Beträge noch einmal aufzustocken. Dies gelte für die größeren Sponsoren, aber auch für die vielen kleineren Geldgeber. 86 Partner haben die Eisbären momentan, am Ende der Saison sollen es 100 sein.
In diesem Zusammenhang wird in es Sachen Sitzordnung in der kommenden Saison eine Neuerung geben. Der Fan-Block soll, analog wie in allen anderen deutschen Hallen, künftig an der Stirnseite der Halle, also hinter dem Korb, etabliert werden. Denn damit könnten die Eisbären den bisherigen Fan-Block B für andere Zuschauer nutzen. Dort bleiben pro Partie rund 150 Plätze unbesetzt, weil viele Zuschauer nicht bereit sind, für einen Sitzplatz 20 Euro zu bezahlen, dann aber im Fan-Block stehen müssen, um etwas vom Spiel zu sehen. Rathjen hatte ein pragmatisches Gedankenspiel parat: „150 Karten mal 20 Euro, mal 15 Spiele, das sind 45 000 Euro pro Saison. Das ist ein Rotationsspieler“, sagte er. (rie)
