
Die Klamottenfrage für das Training hat die E- und D-Jugend schon vor Wochen geklärt, erzählt Trainer Peter schmunzelnd. Dass sie Julia Renner und Kim Balthazar auch noch den gewonnenen Pokal vom Wochenende zeigen können, ist ein zusätzliches Bonbon.
Betreuerin Claudia von Bassen hat sich beim VfB Oldenburg für ein Training beworben und die Surheider Mädchen sind ausgewählt worden.
Patrice Giron, der normalerweise die Oldenburger Regionalliga trainiert, gibt Anweisungen: „Popo“, ruft er und alle setzten sich auf die vier Buchstaben, halten gebannt den Luftballon in der Luft.
So ein „Luftikus“ führt doch ein recht seltsames Eigenleben und macht Sperenzchen, wenn man es am wenigsten erwartet. „Bauch“, lautet die nächste Ansage.
Alle legen sich auf selbigen, natürlich darf das fliegende Leichtgewicht den Boden noch immer nicht berühren. Getrödelt wird nicht. Dafür sorgt der „neue“ Trainer.

Koordination ist schön, einem Bundesliga-Torwart aber mal einen Ball ins Tor hauen noch viel schöner.
Jordis Mehrtens ist zwar in ihrer Mannschaft die Kleinste, hat aber schon eine große Portion Selbstbewusstsein. „Ich habe mir vorgenommen, bei Julia mal zu treffen. Das ist ein Traum“, sagt sie. Den teilt sie mit allen anderen.
Die kleine Mittelfeldspielerin mit der Rückennummer vier muss nicht lange warten. Auch Giron weiß, dass Tore das i-Tüpfelchen eines jeden Trainings sind.
Zum Schluss muss der Luftballon dran glauben und haucht mit lautem Knallen sein Leben aus. Und Jordis Traum wird wahr. Bundesligatorhüterin Julia Renner freut sich immer, wenn ein Training mit kleinen Spielern ansteht.
„Ich will Lehrerin werden“, sagt die 22-jährige Studentin, „das hier macht Spaß und ist für mich ein zweifaches Training.“
Und schon knallen ihr die Bälle um die Ohren. Sie springt und hält, staunt und motiviert. „Die haben schon einen ganz guten Wumms“, sagt sie lachend.
