
OSC-Trainer Frank Mertha hatte seine Truppe in der Woche starkgeredet und das Defensivverhalten zum Schwerpunkt des Trainings gemacht. So entschied er sich für ein 4-5-1-System, das die Olympischen diszipliniert spielten. Sie stellten die Räume im Mittelfeld zu und schafften es mit hoher Laufbereitschaft und gutem Zweikampfverhalten, den Spielfluss des HSV zu unterbinden.
Torhüter Wiedenroth verhinderte in der 15. Minute mit zwei Glanzparaden das Führungstor der Hamburger. Da der HSV aus dem Spiel heraus zu keiner Chance kam, führte eine Standardsituation zum 1:0 (24.). Eine Minute vor dem Pausenpfiff legten die Hanseaten aus abseitsverdächtiger Position zum 2:0 nach. Die Olympischen wollten sich aber nicht geschlagen geben und krempelten nach dem Seitenwechsel die Ärmel hoch.
Holtmann scheiterte in der 38. Minute am HSV-Schlussmann, der mit einer Glanzparade den Anschlusstreffer verhinderte. Vier Minuten später hatte der OSC Pech, als ein Kopfball von Wehler am Außenpfosten landete. Ein Freistoß von Bischoff verfehlte in der 51. Minute denkbar knapp das HSV-Gehäuse.
Eine Minute später nutzten die Hamburger eine weitere Standardsituation zum 3:0. Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. „Bei uns brachen alle Dämme. Wir verloren völlig die Ordnung und waren nur noch ein Spielball der Hamburger, die konsequent ihre Möglichkeiten nutzten“, so Trainer Mertha.
OSC Bremerhaven: Wiedenroth – Holtmann, Sado, Virkus, Busch – Hersten (52. Babayigt), Zeguir (65. Hansen), Bischoff, Pena (36. Pape), Birreck (50. Döscher) – Wehler. (cmk)
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