
Hier war das von Dirk Buchmann, Fred Koellner und Martin Korten trainierte Team auf dem geteilten sechsten Platz gelandet – von insgesamt acht Mannschaften. Das war nicht das, was sich die TSG vorgenommen hatte, schließlich war die Formation in der vergangenen Bundesliga-Saison stets ins große Finale gekommen und hatte ein Abo auf Platz fünf. Mit Tendenz nach oben. Wie schon in 2011 zeigt die TSG die Choreografie „Soulution“ zu einer Musik, die auch den Zuschauer nicht stillsitzen lässt: Die Stücke von Wilson Pickett, Aretha Franklin, Tina Turner, James Brown und den Blues Brothers gehen ins Ohr und ins Bein.
Auch bei den Tänzern: Kaum wirft Koellner beim Training im Tanzsportzentrum die Musik an, geht ein Ruck durchs Team, es wird geschnipst, mit den Hüften gewackelt, der Oberkörper angespannt. Die Musik scheint noch keinem aus dem Hals herauszuhängen.
Nach dem ängstlichen Auftritt vor immerhin auch rund 7000 Zuschauern bei der deutschen Meisterschaft hat die TSG rangeklotzt. Wie von Cheftrainer Horst Beer gefordert, wurde „trainiert, trainiert, trainiert“. Der Bundestrainer hatte gleich nach der deutschen Meisterschaft angefangen, die Choreografie zu verändern, „in Zusammenarbeit mit der Mannschaft“, betont Koellner.
Denn auch aus dem Team waren Verbesserungsvorschläge gekommen. Ziel aller Maßnahmen: Das A-Team sollte „zackiger“ wirken, die Tänzer präsenter. Es wurden neue Schwierigkeiten eingebaut: So kommt eine zusätzliche Pirouette zum Beispiel bereits früher in der sechs Minuten dauernden Choreografie.
Auch die Stimmung bei den Wertungsrichtern sollte nach dem Auftritt der TSG in der Vorrunde natürlich bestens sein. Aber die Verantwortlichen hängen ihre Erwartungen nicht so hoch: „Das Erreichen des großen Finales in Bremen wäre schon super“, sagt Koellner. Dazu müsste die TSG schon das B-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen schlagen, und das wird bei deren Heimspiel nicht leicht. „Ihr müsst von Anfang an voll Kartoffel geben“, schwört der Trainer sein Team ein. Bis auf Freitag wird jeden Tag trainiert – auch noch am Sonnabendvormittag.
Und dann müssen in der Halle 7 auf der Bremer Bürgerweide nur noch die Nerven mitspielen. Oder, um es mit zwei Songtiteln aus der Choreografie zu sagen: nicht so viel „Respect“, sondern ein bisschen mehr „I feel good“.
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