
Der 19-jährige Thomas geht in sein zweites Jahr bei den Pinguins, der fast auf den Tag genau drei Jahre ältere Max kehrte zu dieser Saison von den Hamburg Freezers nach Landshut zurück. „Natürlich ist das ein besonderes Spiel gegen den eigenen Bruder“, sagt Thomas Brandl, das erste Duell ist es allerdings nicht. „Ich habe mit Köln schon mal gegen ihn gespielt, als er in Hamburg war. Da haben wir uns auf dem Eis aber nicht so häufig getroffen“, erzählt der Pinguins-Stürmer. Und wenn es morgen zum Duell „Mann gegen Mann“ kommt? „Ich will versuchen, alles wie immer zu machen. Wahrscheinlich steckt man beim eigenen Bruder aber automatisch etwas zurück.“ Die Eltern werden das gerne hören.
Die werden morgen wohl eher zum älteren Sohn halten, wie Thomas Brandl vermutet. „Wir kommen aus Landshut, meine Eltern wohnen dort – da werden sie wohl für die Cannibals sein.“
Sportlich sieht sich Brandl für die Saison gerüstet. „Ich bin fitter als letztes Jahr“, sagt er. Seine Rolle im Team wird eine andere sein als noch im Vorjahr. Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg will die „Kölner Jungs“ in Unterzahl spielen lassen. „Das freut mich, dass der Trainer uns mehr Aufgaben anvertraut. Wir wollen alles geben, um die zu erfüllen“, sagt Brandl. Allerdings wird Norman Hauner weiter fehlen, er spielt für Pinguins-Kooperationspartner Köln in der DEL. „Klar bin ich mit Norman eingespielt, aber mit Sven Schlicht klappt das auch ganz gut“, sagt Brandl.
Der Juniorenspieler soll auch heute an der Seite von Brandl und Marcel Ohmann spielen. Wie Leidborg überhaupt alle Reihen unverändert lässt. „Wir haben uns so eingespielt, ich denke dass das die derzeit beste Formation ist.“
Für den Trainer ist das Pokalspiel nicht ganz so aufregend wie für die Brandl-Brüder, ernst nimmt er es aber schon. „Die Meisterschaft ist mir wichtiger, aber der Pokal ist ein offizieller Wettbewerb. Da wollen wir schon gewinnen und möglichst weit kommen“, sagt er. Wohin das führen kann, hat man letztes Jahr gesehen. Da verloren die Pinguins erst im Finale gegen München.
Gegner Landshut hat mit Tom Kühnhackl und Tobias Rieder zwei Top-Talente abgegeben und auch sonst einigen Aderlass gehabt. Leidborg erwartet dennoch einen starke Mannschaft. „Durch die gute Jugendarbeit kommt immer etwas nach. Landshut bleibt ein Kandidat für die Plätze vier oder fünf“, meint er. Der perfekte Gegner also für den Saison-Aufgalopp. Allerdings ist der Kartenverkauf noch etwas schleppend, wie Pinguins-Teammanager Alfred Prey sagt. „Ich hoffe, das ändert sich noch.“
