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Eisbären buchen den Playoff-Platz

Bremerhaven. Die Fans der Eisbären Bremerhaven bejubelten nach der deftigen Klatsche am Freitag in Göttingen gestern den 86:76 (44:32)-Sieg gegen die Giants Düsseldorf. In den Katakomben jubelten die Spieler, der Trainerstab und alle Eisbären-Helfer über den Einzug in die Playoffs. Denn der ist den Bremerhavenern nach dem Erfolg nicht mehr zu nehmen. Von Oliver Riemann

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Selbst wenn die Truppe von Coach Doug Spradley die beiden noch ausstehenden Spiele am Mittwoch in Berlin und am Sonnabend in Bremen gegen die Artland Dragons verlieren sollten, stehen sie im Viertelfinale. Von Platz fünf bis acht ist noch alles möglich.

Assistenz-Trainer Stephan Völkel hatte lange hin und her gerechnet. „Uns kann keiner mehr verdrängen“, lautete sein Fazit nach der komplizierten Berechnung der möglichen Dreier- oder Vierervergleiche bei Punktgleichheit am Ende der Hauptrunde. „Ich vertraue Stephan ganz und gar. Nach der verkorksten letzten Saison ist es ein toller Erfolg, dass wir den Einzug in die Playoffs geschafft haben“, war auch Spradley sichtlich erleichtert.

Den achten Platz haben die Eisbären sicher, „doch wir werden natürlich alles probieren, um möglichst noch Sechster zu werden“, sagte Kapitän Jan Lipke. Denn als Achter würden die Bremerhavener im Viertelfinale der Serie „Best of five“ (3 Siege sind nötig) auf Meister EWE Baskets Oldenburg treffen. Der Nachbar quälte sich gestern zu einem 90:88-Sieg nach zweimaliger Verlängerung gegen Ulm und steht als Sieger der Hauptrunde fest.

Nach der 72:100-Klatsche in Göttingen am Freitag hatte Spradley seinen Jungs kräftig den „Kopf gewaschen“ wie es Lipke formulierte. Gestern zeigten die Eisbären die richtige Reaktion. „Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie sich aus dem Sumpf herausgezogen haben. Spiele wie gegen Düsseldorf sind nie leicht, weil man immer dazu neigt, den Gegner zu unterschätzen. Bis auf die Freiwurfquote und das Verhalten bei den Defensivrebounds in Halbzeit eins war ich ganz zufrieden“, so der Trainer später.

In den beiden ersten Vierteln setzte Torrell Martin die Glanzpunkte. Er klaute dem Gegner einige Bälle und griff sich fünf Rebounds und gab dem Team viel Energie. In der zweiten Halbzeit hielt sich der Flügelspieler etwas zurück. Das mag auch daran gelegen haben, dass er einen Schlag auf den Kehlkopf bekam, der sofort anschwoll. „Es geht schon wieder, aber ich hatte Probleme beim Atmen“, sagte Martin.

In Jeff Gibbs, der mit 21 Punkten und 15 Rebounds sein 12. Double Double in dieser Saison aufs Parkett zauberte, hatte Martin einen starken Partner. Auch Spielmacher Louis Campbell hatte nach zwei schwachen Spielen aufsteigende Form, traf drei tolle Dreier und verteidigte auch gut. Später drehte dann Brandon Brooks auf, der aber etliche Minuten brauchte, um ins Spiel zu finden.

Bereits zur Pause hätten die Gastgeber, die Düsseldorf bis auf fünf Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit beherrschten, mit 20 oder mehr Punkten führen müssen. Aber von der Freiwurflinie warf das Team in den ersten 20 Minuten neun Fahrkarten und ließ leichte Punkte liegen.

Das hätte sich fast gerächt. Die Gäste, die um den Klassenerhalt bangen, kamen durch zwei Dreier in Folge von Gordon Geib mit einem 11:4-Lauf bis auf drei Punkte heran (45:48). Spradley nahm eine Auszeit und machte seinem Ärger lautstark Luft. Das half. Campbell traf einen Dreier, die Freiwürfe von Martin und Gibbs saßen, ein Dunking von Gibbs und ein Dreier von Schwethelm sorgten für Ruhe. 13 Punkte lagen die Eisbären nach 30 Minuten vorn (66:53). Das war Polster genug, weil den Düsseldorfern einfach die Mittel fehlten, die Eisbären noch einmal zu bedrängen.

Artikel vom 26.04.10 - 15:35 Uhr
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