
Zum Beispiel die Zusammensetzung der Mitglieder: „Wir sind jünger als andere Clubs“, sagt Andrea Krückeberg, die Geschäftsführerin der „Golfclub Bremerhaven Bürgerpark-GmbH und Co. KG“. Das Durchschnittsalter liegt zehn Jahre niedriger als in Deutschland insgesamt. Das liegt indirekt an der Lage des Platzes mitten in der Stadt: Die kurze Anfahrt erlaubt berufstätigen Mitgliedern, nach Feierabend noch eine Runde zu spielen. Manche schnallen sich ihre Golftasche auf den Gepäckträger und radeln zum Golfplatz.
Außerdem wird der Altersdurchschnitt durch die vielen Kinder und Jugendlichen gesenkt. Jugendwart Jens Nickel betreut mittlerweile fünf Gruppen. Dazu hat der Golfclub im Bürgerpark eine Kooperation mit der Hochschule Bremerhaven, und in vier verschiedenen Schulen gibt es eine Arbeitsgruppe Golf.
Auch sonst ist immer was los. Dienstags und donnerstags sind die „Frühgolfer“ unterwegs, eine Gruppe von gut 30 Personen, die bei jedem Wind und Wetter spielt. Dazu gibt es insgesamt fünf Vereinsmannschaften, denen der Club das Training bezahlt.
Diese Mannschaften tragen den Sportsgeist auch ins eigentliche Clubleben. Wie in allen Golfclubs gibt es im Bürgerpark zwei Typen: Die einen suchen den Wettbewerb, die anderen wollen unter freiem Himmel in der Natur entspannte Golfrunden drehen. Die zweite Gruppe ist stärker vertreten, dem trägt der Club Rechnung: Der Turnierkalender ist übersichtlich. Zweimal im Monat gibt es ein Turnier nach Feierabend, einmal im Monat ein Turnier für Neueinsteiger. Zu den Spezialitäten des Golfclubs Bremerhaven zählt der Matchplay-Wettbewerb. 128 Golfer nehmen jedes Jahr daran teil – und auf der Warteliste stehen noch mal 20.
Für eine Club-Mitgliedschaft gibt es dagegen keine Warteliste. So kommen immer neue Bremerhavener auf den Geschmack. „Allein im Juli hatten wir 26 Eintritte“, sagt Andrea Krückeberg. „Dieser Zustrom hält den Club lebendig“, freut sich Golflehrer Oliver Kremer, der aber auch weiß, wie anspruchsvoll der Platz im Bürgerpark mit seinen engen Bahnen ist: „Wer hier spielen kann, kann überall spielen.“
