
Damit wäre für die Seelöwen eine erste Etappe in der neun Spieltage umfassenden Serie der 2. Bundesliga erreicht. Eine Prognose, auf welchem Platz die Bremerhavener nach dem letzten Spieltag stehen, mag er nicht geben.
„Die Liga ist sehr spielstark, vielleicht stärker noch als im vergangenen Jahr“, sagt der Trainer. Darauf folgt: „Wir haben die Chance, gegen jeden Gegner gewinnen zu können. Die Leistungdichte ist sehr eng, wir können auch verlieren.“
Er vertraut allerdings auf sein Team, das er als „sehr gut“ einschätzt. „Die Spieler wissen, dass sie in jedem Spiel Vollgas geben müssen.“ Im vergangenen Jahr kam der BTV schlecht aus den Startlöchern, der Druck war entsprechend groß, aber der Teamgeist war in Ordnung, was letztlich zu einem guten Ende geführt hat. Auch in diesem Jahr hat er ein gutes Gefühl, was einerseits die Qualität seiner Akteure, andererseits den menschlichen Zusammenhalt betrifft.
Gestern zum Beispiel hatten die Tennis-Profis einen netten Termin, als sie sich im Zoo am Meer zu den Seelöwen gesellten. Neben Direktorin Dr. Heike Kück gingen Torben Theine und Massimo Ocera ins Gehege, um einmal einen echten Seelöwen aus nächster Nähe zu erleben.
Zuvor war Fitnesstraining, am Nachmittag noch einmal Training. Heute Nachmittag beim Tennis-Opening ab 15 Uhr mit der Vorstellung der Spieler und mit Showkämpfen steht noch einmal der Spaß im Vordergrund, ehe es am Sonntag richtig zur Sache gehen wird.
Bis dahin wird ernsthaft gepokert, was die Aufstellung betrifft. Torben Theine mag sich nicht in die Karten blicken lassen, um dem Gegner jeglichen Vorteil zu nehmen. Der Argentinier Juan-Martin Aranguren, sein Landsmann Renzo Olivo, die Deutschen Marc Sieber und Lars Pörschke, der Italiener Massimo Ocera und der Spanier Marcos Jiminez Letrado sind bereits in Bremerhaven. Der Italiener Daniele Giorgio ist noch bei einem Turnier in der Nähe von Bologna engagiert. Mit ihm sowie mit dem Dänen Frederik Nielsen und Farrukh Dustov aus Usbekistan hat Torben Theine Variationsmöglichkeiten auf der obersten Position. „Wir haben sieben Spieler zur Verfügung. Sechs davon werden spielen“, sagt Torben Theine, der jeglichen Blick durchs Schlüsselloch verbietet.
Aber auch beim TV Espelkamp-Mittwald wird schon heftig spekuliert. Der Franzose Benoit Paire würde Bremerhavens Frederik Nielsen besser liegen als Eric Prodon (Frankreich), ließ sich Espelkamps Trainer Tobias Löhbrink vernehmen. In Bremerhaven verfolgt man diese Diskussion aufmerksam.
Diskutiert wird in Bremerhaven vor allem über das Wetter. „Regen würde die gesamte Atmosphäre des Spieltages zerstören“, hofft Torben Theine auf gutes Wetter.
Rein sportlich gesehen hat er damit kein Problem. „Mit Marc Sieber und Lars Pörschke haben wir auch zwei gute Hallenspieler in der Mannschaft.“ So sind die Seelöwen für diese Saison in jedem Fall gerüstet.
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