Champion-Chip: Zur Zeitmessung rüstete sich jeder Läufer mit einem sogenannten Champion-Chip aus, den er an seinen Schuhen befestigte. Damit wird die exakte Laufzeit automatisch über einen Computer erfasst.
Dixieklos: Als stilles Örtchen standen den Läufern etwa 10 Dixieklos zur Verfügung. Doch die Männer machten es sich einfach und nutzten vor und nach dem Lauf lieber die Büsche.
Erster: Als Erster durfte Sascha Heymann die Laufstrecke zurücklegen. Auf seinem Motorrad fuhr der Polizist den Läufern voran, um den Streckenposten zu signalisieren, dass der Bremerhaven-Marathon eröffnet ist.
Flinke Finger bewiesen Martina Wohlers und ihre neun Kollegen. Bis zu zehn Minuten massierten die Physiotherapeuten den Läufern die Waden und lockerten so die vom Laufen verspannten Muskeln.
Günstig fand Ulrich Eggers aus Bispingen die Startgebühr für die Läufe in Bremerhaven. Aus diesem Grund hatte er sich entschieden – gemeinsam mit drei Kollegen – an der Marathon-Challenge teilzunehmen. Jeder von ihnen lief einmal zehn Kilometer. Für den Sieg wurde ihre Gesamtzeit gewertet.
Highway to hell – An dieses Lied von AC/DC mögen manche Marathon-Läufer auf den letzten Kilometern gedacht haben. Zumindest war dieser Song das erste Lied, das nach dem Startschuss gespielt wurde. Kein gutes Omen.
Isotonische Getränke versorgen den ausgetrockneten Körper am schnellsten mit Flüssigkeit. Wer viel schwitzt, muss viel trinken. Auch Bier ist als isotonisches Getränk einsetzbar. Deshalb genossen viele Finisher den Ausschank vom alkoholfreien Weißbier.
Junggesellenabschied: In zwei Wochen wird Florian Nümke seine große Liebe Dörte heiraten. So lockten ihn seine Freunde zum Marathon, wo er mit dem Verkauf von Kleinigkeiten ein gutes Geschäft machte.
Köln: Sigrid Ohrenberg und ihre Freunde vom Lauftreff Breddorf aus der Nähe von Zeven nutzten den Halbmarathon in Bremerhaven, um sich auf den Marathonlauf in Köln vorzubereiten.
Langweilig war Jens Bastian das Laufen in den vergangenen Jahren geworden. Diesmal brauchte er eine neue Herausforderung und zog eine übergroße Duschgelverpackung über. „So bekomme ich bestimmt viel Applaus“, sagte der Hamburger.
Magnesium hilft bei Kreislaufschwäche wieder auf die Beine. Mit diesem Mittel versorgte das Rote Kreuz angeschlagene Läufer. „Doch in diesem Jahr haben wir nicht viel zu tun. Das ist auch gut so“, versicherte Petra Becker-Friedemann vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes.
Nationalhymne: Die äthiopische Nationalhymne hatten die meisten Zuschauer am Start-Ziel-Einlauf vorher noch nie gehört. Nachdem Faijka Hoffmann den Sieg im 10-Kilometer-Lauf geholt hatte, wurde sie vor der Großen Kirche gespielt.
Ohne Schuhe rannten Kristin, Natalja, Christiane und Stefanie. Die vier jungen Männer aus Bremerhaven, die sich sonst nur Carboni, Benzin, Rübe und Ratze nennen, bewältigten den 10-Kilometer-Lauf barfuß. „Wir laufen uns den Beziehungsstress weg“, so Ratze.
Publikum: 150 Zuschauern bot die Tribüne vor dem Karstadt-Kaufhaus einen Sitzplatz. Die meisten jedoch feuerten ihren Favoriten auf dem Strecke lautstark im Stehen an. Einige liefen sogar ein paar Meter mit.
Quadratisch und goldschimmernd war die Finisher Medaille, die jeder Teilnehmer erhielt, sobald er das Ziel erreicht hatte. Darauf ist das jüngst eröffnete Klimahaus zu sehen.
Reichlich Obst sorgte für Erfrischung nach dem Lauf. Insgesamt 150 Kilogramm Obst verteilten die Helfer vom TV Langen an die Läufer. Zu sechst schnitten sie drei Kisten Orangen, zwei Kisten Äpfel und zwei Kisten Bananen in handliche Portionen.
Sachsen: Aus Chemnitz kam der Sieger des 10-Kilometer-Laufs. Der Single Uwe Friedrich hat das Laufen zu seinem Lebensinhalt gemacht. Beeilt er sich, hat er mehr Zeit von der Umgebung anzusehen. „Das gehört für mich zu jedem Wettkampf dazu“, so der 37-Jährige.
Tüte: Jeder Starter erhielt seine Startunterlagen in einer Plastiktüte. „Das ist aber fast nur Werbung drin“, sagten einige enttäuscht. Doch auch die Startnummer verbarg sich in der weißen Plastiktüte. Die war den meisten dann allerdings wieder sehr wichtig.
Unterhaltung: Gähnende Leere herrschte auf den Straßen abseits des Start-Ziel-Einlaufs. Nicht wenige Starter hatten sich deshalb mit einem MP3-Player ausgestattet. So auch Helga Hohenester: „Ich versuch es mit Bryan Adams. Das hält fit.“
Vater und Sohn: Heino und Marius Vajen aus Osterholz-Scharmbeck bestritten die 21-Kilometer-Halbmarathon-Distanz zusammen. Dann lief Vater Heino noch einmal so weit, während ihn der 18-Jährige anfeuerte.
Wasser: 25 Liter trug Bianca Flatler am Anfang auf dem Rücken. Sie schenkte während des Marathons am Start und Ziel jedem Läufer ein Glas ein.
X-mal hat die 69-jährige Ruth Grutzner schon an einem Laufwettbewerb teilgenommen. „Nun wird es wohl das letzte Mal sein“, so die gebürtige Bremerhavenerin. „Der Körper braucht seine Ruhe.“
Yes, we can! dachten sich auch die 17 geistig behinderten Läufer von den Albert-Schweizer-Wohnstätten. Ihr Durchhaltevermögen brachten den Sportlern einen Extra-Publikumsapplaus und für sie selbst den Beweis, dass eine Behinderung kein Hindernis ist.
Zeit: Mit seinem Auto fuhr Ewald Krips immer dicht vor den ersten Läufern. Auf dem Autodach zeigte eine Uhr an, wie viel Zeit bereits vergangen ist. Der Zuschauer Reinhard Zander durfte die Stoppuhr zu Beginn des Marathons starten.
