
Das hatte die Lateinformation in dieser Saison der Bundesliga noch nicht geschafft. Das Team war bei der deutschen Meisterschaft auf einen geteilten sechsten/siebten Platz gekommen und hatte beim ersten Bundesliga-Turnier das kleine Finale gewonnen und damit Platz sechs geholt.
Dieser sechste Platz, der Nichtabstiegsplatz, war auch das Minimalziel für das Turnier in der Stadthalle am Sonnabend. Diese war mit rund 2000 Zuschauern fast ausverkauft, eine tolle Kulisse für die Lateinformationen.
Doch so eine Kulisse kann auch bremsen. Nicht so in diesem Jahr die TSG. Sie musste als Vierte aufs Parkett, nach dem A-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen, Velbert und Brühl. Das faire Publikum, das auch die anderen Formationen anfeuerte, kannte nun kein Halten mehr. Es spürte, dass die Formation, die ihre Choreografie „Soulution“ zeigte, nach vorne will und trieb das Team weiter an.
Die Mannschaft hatte im Vorfeld einen „Partnertausch“ vollzogen. Die Schwestern Gesa und Birte Oldenbüttel hatten ihre Tänzer Martin Korten und Joey Ackermann getauscht, eine Entscheidung, die dem Team anscheinend gut tat. Die Schwierigkeiten wurden sicher getanzt, in den Gesichtern las man Zuversicht und Spaß am Tanzen. So tritt kein Absteiger auf.
Nach dem Ende der Vorrunde hielten die Fans den Atem an: Hatte die TSG den Sprung ins große Finale geschafft? Ja, das hatte sie. Die Jury wertete diesmal sechs Teams ins große Finale. Die Aufsteiger Dorsten und Brühl tanzten das kleine Finale unter sich aus – Brühl mit „Rihanna“ siegte.
Auch im großen Finale musste die TSG an vierter Stelle aufs aufs Parkett. Wieder begeisterte die Formation das Publikum. Einziger Wehmutstropfen: Eine Tänzerin rutschte ein wenig aus.
Dasselbe Pech hatte auch ein Herr des Titelverteidigers GGC, der nach der TSG tanzte. Er überzeugte mit „Blast“ nicht so sehr wie beim ersten Turnier in Bremen. Und so fiel die Wertung auch nicht ganz so gut aus – wenn auch eindeutig: Die Mannschaft von Roberto Albanese gewann auch dieses Turnier, jedoch mit zwei Zweien in der Bilanz.
Das von Uta Albanese trainierte B-Team der Bremer wurde wie auch in Bremen Vierter. Platz zwei holte sich wie gehabt Aachen/Düsseldorf, Platz drei die sehr überzeugenden Velberter. Auf dem fünften Platz setzte das Wertungsgericht Quirinius Neuss.
Jubel brach aus, als die sieben Juroren die Tafeln für die TSG hoben: Zwar kam die Formation auch dieses Mal auf den sechsten Platz – zwei Richter sahen sie aber sogar auf dem vierten Rang, einer auf dem fünften.
„Ich hoffe, dass die Mannschaft dieses gute Gefühl, das sie in der Stadthalle hatte, auch in den kommenden Turnieren haben werden. Denn das kann man nicht trainieren. Diese Souveränität und den Spaß, den müssen sie behalten“, sagt Trainer Dirk Buchmann. Dann dürfte der Abstieg auch ganz bestimmt kein Thema mehr sein.
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