„Wenn der Kakadu auf der Hand sitzt, piekt das nur ganz leicht“, verriet Janne. Tiertrainer Jochen Träger alias Krenzola Jr. stellte ihr und den anderen NZ-Lesern Kakadu „Dorty“ und den Rest seiner tierischen Rasselbande vor. Foto: Brocks
„Wenn der Kakadu auf der Hand sitzt, piekt das nur ganz leicht“, verriet Janne. Tiertrainer Jochen Träger alias Krenzola Jr. stellte ihr und den anderen NZ-Lesern Kakadu „Dorty“ und den Rest seiner tierischen Rasselbande vor. Foto: Brocks

Kakadu „Dorty“ erobert Leserherzen

Bremen. Pfeifen? Nein, darauf hat Dorty wirklich keine Lust. Das Kakaduweibchen brabbelt lieber „Papa, Papa“– und versucht am Ohrläppchen seines Trainers Jochen Träger alias Krenzola Jr. zu knabbern. Bei einer „NZ+Ich“-Aktion konnten Kinder und Erwachsene einen Blick hinter die Kulissen des Zirkus Charles Knie werfen und Trägers tierische Rasselbande kennenlernen.

Mit Tieren wollte Jochen Träger schon als Kind arbeiten. Mit 18 Jahren heuerte er beim Zirkus an, übernahm dort zunächst kleinere Aufgaben und ließ sich später zum Tiertrainer ausbilden. „Das ist ein 24-Stunden-Job, aber gleichzeitig auch mein Hobby“, sagt Träger, der unter anderem mit Hunden, Katzen, Ziegen, Minischweinen, Hühnern und Enten arbeitet. „Ich habe mich schon immer für Geflügel interessiert“, sagt Träger. Irgendwann sei ihm der Gedanke gekommen, sein Glück auch mit der Dressur dieser Tiere zu versuchen.

Namen haben seine Laufenten nicht. „Ich kann sie aber auseinanderhalten“, sagt Träger. Um sie einzeln anzusprechen, dafür seien die Enten – ganz im Gegensatz zu Hunden, Katzen oder Schweinen – nicht intelligent genug. „Sie wissen aber, zu welcher Gruppe sie gehören.“ Und so können sich die Tiere in der Manege auf Kommando in zwei Gruppen sortieren – getrennt nach schwarzem und weißem Gefieder. „Bei der Dressur funktioniert viel über Körpersprache“, erklärt Träger. Läuft er vorwärts, laufen die Enten vor ihm her, geht er einen Schritt zurück, folgt ihm das Geflügel. „Ich hätte nicht gedacht, dass man Enten trainieren kann. Das habe ich so noch nie gesehen“, staunt Lina (12).

Dressur, erklärt Träger, habe ganz viel mit Beobachtung zu tun: „Ich schaue immer, was zum Verhalten des Tieres passt. Man merkt schnell, was geht und was nicht geht.“ Ihm sei es wichtig, dass seine Tiere sich wohlfühlen und Freude am Spiel in der Manege hätten: „Es geht nicht darum, dass alle auf Kommando springen. Tiere sind Lebewesen, keine Maschinen!“, erläutert Träger seine Philosophie.

„Wir haben ganz viel über die Tiere und das Training gelernt“, freut sich Jessica (15). „Mit den Tieren, das war total lustig“, ergänzt ihr Bruder Jakob.

Überraschung für Lasse: Clown Henry Ayala bat den Zehnjährigen während der Vorstellung zu sich in die Manege. Foto: Brocks
Überraschung für Lasse: Clown Henry Ayala bat den Zehnjährigen während
der Vorstellung zu sich in die Manege. Foto: Brocks

„Ich fand das gut, dass wir die Tiere streicheln konnten und der Trainer so viel erzählt hat“, sagt Lasse. Auf den Zwölfjährigen wartete am Ende noch eine besondere Überraschung: Clown Henry bat ihn während der Vorstellung, die die NZ-Leser zum Abschlus aus der Loge verfolgen konnten, in die Manege und warf mit ihm einen Hut um die Wette. Auch etwas, was man nicht alle Tage erlebt.