Was man mit Tellern und Keulen so alles anstellen kann, lernten die Teilnehmer einer „NZ+Ich“-Aktion im GOP Varieté-Theater Bremen. Foto: Brocks
Was man mit Tellern und Keulen so alles anstellen kann, lernten die Teilnehmer einer „NZ+Ich“-Aktion im GOP Varieté-Theater Bremen. Foto: Brocks

Jonglieren wie die Profis

Patsch, patsch, patsch: Eine Sekunde nicht aufgepasst und schon liegen die Jonglierbälle auf dem Boden: „Ich glaube, ich muss noch sehr viel üben“, sagte Peter Leitgeb und lachte. Bei einer „NZ+Ich“-Aktion im GOP Varieté-Theater Bremen lernten er und neun weitere Abonnenten der NORDSEE-ZEITUNG, was man mit Bällen, Tellern, Keulen und Diabolos so alles anstellen kann.

„Wenn man auf der Bühne steht, erkennt man das Publikum ja gar nicht“, staunte Beate Rauprich beim Blick von der Bühne in den 500 Gäste fassenden Saal. Ganz exklusiv konnten die NZ-Leser Jongleur Florent Lestage dort auch beim Aufwärmtraining zusehen: „Auch wenn das alles ganz leicht aussieht, steckt da natürlich unglaublich viel Training hinter“, betonte die stellvertretende Direktorin Christine Sollmann, die den NZ-Lesern nicht nur Bühne und Varieté-Saal, sondern auch das Restaurant Leander und den Club Adiamo zeigte. Dort wurde es für die Gruppe dann ernst: „Jetzt dürfen Sie beweisen, ob Sie reif für die große Bühne sind“, sagte Sollmann und lachte. Und schon begann die Trainingsstunde mit den Profis Kolja und Dimi, die normalerweise Kinder und Jugendliche in der Zirkusschule Jokes trainieren.

Durchhaltevermögen gefordert

„Wenn man den Dreh einmal raus hat, ist Tellerdrehen eigentlich ganz einfach“, sagte Dimi, während er einen Plastikteller auf seinem Stab rotieren ließ: „Das funktioniert nur, wenn der Stab gerade gehalten wird. Außerdem man muss locker aus dem Handgelenk drehen, nicht mit dem ganzen Arm“, erklärte der Profi. Natürlich gelingt das nicht auf Anhieb – eine winzige falsche Bewegung und der Teller landet auf dem Boden. „Beim Zirkus braucht man Durchhaltevermögen“, betonte Kolja. „1999 Mal geht etwas schief. Und beim zweitausendsten Mal klappt es dann und man wundert sich, warum man es so oft ausprobieren musste.“ Und so hieß es auch für die NZ-Leser immer wieder: aufheben und weitermachen.

„Die Bälle sollte man ungefähr bis zur Nasenspitze werfen“, erklärte Colja die beste Jongliertechnik, warf bunte Bälle in die Luft und fing sie souverän wieder auf. Bei seinen Gästen dagegen siegte meistens die Schwerkraft. Vor allem, dass beide Hände gleichzeitig unterschiedliche Bewegungen machen müssen, war für die Anfänger eine Herausforderung. „Für mich als Rechtshänder ist das Fangen mit der linken Hand schwierig“, sagte Peter Leitgeb. „Man sollte sich mehr auf das Werfen als auf das Fangen konzentrieren. Dann klappt es fast von allein“, riet Dimi.

Leser sind ehrgeizig

Die Leser entwickelten einen gewissen Ehrgeiz und versuchten es immer und immer wieder. „Ich war bisher noch nie im GOP, daher war die Aktion wirklich wunderbar. Es hat unglaublichen Spaß gemacht“, sagte Martha Leitgeb. Und Andre Hermann betonte: „Dass wir nun selbst einmal artistische Disziplinen ausprobieren konnten, macht das Geschehen auf der Bühne und die Leistung der Künstler noch eindrucksvoller.“ (akb)