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Internet-NachrichtenNeue Postleitzahlen für das InternetVerivox, 31.05.2012 14:46 Berlin - Das Internet stößt an die Grenzen des aktuellen Adress-Systems: Am kommenden Mittwoch werden zahlreiche Web-Größen deshalb einen neuen Standard des Internet-Protokolls (IP) aktivieren. Zusätzlich zur aktuellen Version (v4) wird die neue Version (v6) aktiviert. "Das ist ein wichtiger Tag für die digitale Gesellschaft", sagt Damian Schmidt, Vorstandsvorsitzender von STRATO. "Endlich kommt Bewegung in das wichtigste Internet-Infrastrukturprojekt des Jahrzehnts. Wir legen damit die Grundlage für das moderne Internet." Internet-Nutzer bekommen von der Umstellung auf IPv6 nichts mit. "Das ist die Herausforderung bei diesem Projekt: Es ist so, als würde man in ganz Deutschland ein zweites, besseres Autobahnnetz bauen - aber ohne auf den alten Autobahnen Baustellen einzurichten oder sie gar zu sperren", sagt Schmidt. Alle aktuellen Betriebssysteme beherrschen bereits IPv6, sodass Kunden nichts unternehmen müssen. Mittelfristig werden aber alle Internet-Nutzer von IPv6 profitieren: Es bietet genug Adressen, um alle elektronischen Geräte mit einer individuellen Adresse zu versehen - so lassen sich alle elektronischen Geräte problemlos vernetzen. Diese Vision ist als "Internet der Dinge" bekannt. "Die Einführung von IPv6 verursacht in der IT etwa den gleichen Aufwand wie die Einführung des Euro", sagt Schmidt. Hintergrund IPv6: Die Version 6 (v6) des Internet-Protokolls (IP) löst zahlreiche Probleme des aktuellen Protokolls IPv4. Vor allem schafft IPv6 mit 340 Sextillionen möglicher Adressen einen Ausweg aus der Adressknappheit bei IPv4 - dort sind neue Adressen nur noch schwierig zu bekommen. Experten rechnen damit, dass bereits im August dieses Jahres keine neuen Adressen mehr zu haben sein werden. Weiterhin bietet IPv6 bessere Unterstützung für Echtzeitanwendungen wie Live-Fernsehen sowie verbesserte Verschlüsselungsmöglichkeiten. Quelle: Verivox weitere Nachrichten
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