Vorgesehen war, im Rahmen des von der EU geförderten Leader-Programms einen Platz für fünf Wohnmobile zu schaffen. Dieser sollte einschließlich Energiesäule mit Kassiersystem für Stromanschluss, Beleuchtung und Eingrünung vor dem Bolzplatz entstehen. 32 500 Euro waren für die Maßnahme veranschlagt, aus dem Leader-Budget sollten 17 500 Euro als Zuschuss kommen.
Die Energiesäule müsste außerdem jeweils zum Frühjahr durch einen Fachbetrieb aufgebaut und rechtzeitig vor der Sturmflutsaison wieder abgebaut werden, die dadurch entstehenden Kosten konnten von der Gemeindeverwaltung noch nicht beziffert werden.
Bernd Vogel (CDU-FDP-Grüne-Bürgerfraktionsgruppe) wies darauf hin, dass Wohnmobile immer eine Aufwertung für den Tourismus bedeuten würden und dass es in fast allen Weserorten Stellplätze für sie gebe. „Außerdem würde die Gastronomie profitieren und Loxstedt in der Fachpresse genannt werden“, argumentierte er.
Genau das aber sah Wolfgang Wetjen (SPD) anders. Er verwies darauf, dass der Gemeinderat 2009 einen gleichlautenden Antrag bereits abgelehnt habe. „Es geht da um den Einsatz von über 30 000 Euro Steuergelder. Außerdem können die Plätze nur etwa viereinhalb Monate in Jahr genutzt werden, dann muss die Energiesäule wegen der Sturmflutgefahr wieder abgebaut werden. Das lohnt sich nicht und auch die in Dedesdorf ansässige Gastronomie sieht das so. Deshalb lehnen wir das Vorhaben ab“, hob er hervor.
Widerstand kam auch von den Ortsvorstehern Thomas Bartosch (Dedesdorf) und Holger Onken (Eidewarden). „Wir haben schon heute eine Menge Probleme mit Wohnmobilisten die einfach dort parken, wo sie möchten, nämlich so, dass sie auf die Weser schauen können. Da hat es schon eine Menge Konflikte gegeben und die würden noch mehr werden, wenn die Plätze beworben werden. Auch die überwiegende Zahl der Dedesdorfer Bürger lehnt solche Plätze ab“, erzählten sie.
Grund genug für Rolf München (CDU-FDP-Grüne-Bürgerfraktionsgruppe) sich auf die Seite der Stellplatzgegner zu schlagen. „Ich vertraue auf die Aussagen der Ortsvorsteher. Die wissen doch am besten was die Bewohner der Dörfer wollen. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen und können doch nicht einen ständigen Konfliktherd in Dedesdorf schaffen“, stellte er klar.
Nun hat am 14. Dezember der Gemeinderat das letzte Wort. Erst wenn der getagt hat, wird sich zeigen, ob die Antragsteller eine Mehrheit für die Wohnmobilstellplätze bekommen. (br)
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