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Wohnmobile statt Minigolf


Dorum. Der Dorumer Gemeinderat, unter dem Vorsitz von Bürgermeister Klaus Seier (CDU), hat in seiner jüngsten Sitzung dem Verkauf eines etwa 5200 Quadratmeter großen Grundstücks an die Familie Grube-Petrat zugestimmt. Der Käufer möchte dort einen Wohnmobilstellplatz errichten. Deshalb muss der Bebauungsplan nun entsprechend geändert werden. Von Jürgen Malekaitis


Nachdem der Vertrag des vorherigen Pächters, der auf dem Gelände auch eine Minigolfanlage betrieben hat, ausgelaufen war, stand die Fläche zur Diskussion. „Der Vorpächter hat sich nicht immer vertragskonform verhalten“, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Neumann (SPD) in der öffentlichen Sitzung. Der Vorpächter hat nach dem Ende des Pachtvertrages die Fläche geräumt. Er hatte zuvor die Möglichkeit, den Pachtvertrag zu verlängern oder das Grundstück zu kaufen. Keine der beiden Optionen hat der Pächter wahrgenommen.

Zunächst sollte die Fläche erneut für zehn Jahre verpachtet werden, doch der Interessent wollte das Grundstück, das die Gemeinde einst von der Familie Grube gepachtet und vor elf Jahren erworben hatte, gerne zurückkaufen. Dem Wunsch wurde jetzt entsprochen.

Bebauungsplan geändert

Der Bebauungsplan wird dahingehend geändert, dass die Voraussetzungen für die Errichtung von Wohnmobilstellplätzen geschaffen werden. Der Rat genehmigte den „überplanmäßigen Aufwand“ in Höhe von rund 7000 Euro für die Erstellung (Änderung) eines neuen Bebauungsplanes. Dabei handelt es sich um eine Rückverwandlung des Bebauungsplanes.

Das unmittelbar am Deich liegende Grundstück liegt nach dem Niedersächsischen Deichgesetz in der Deichbauverbotszone. Es sind daher nur Baumaßnahmen möglich, die schnell und ohne großen Aufwand zurück gebaut werden können.

„Schade, dass durch Verkauf und Änderung unser Freizeitangebot durch den Wegfall der Minigolfanlage ausgedünnt wird. Trotzdem gefällt mir das von der Familie Grube-Petrat vorgelegte Konzept. Wir haben bislang in Wursten keine typischen Wohnmobilstellplätze“, sagte Neumann.

„Hier liegt ein vernünftiges Konzept vor“, befand auch Susanne Störmer-Pradel (SPD). „Wir haben ein Sahnestück verkauft, das uns nicht nur Geld in die Haushaltskasse spült, sondern auch neue Touristen, nämlich Wohnmobilbesitzer, bescheren wird.“

„Ich hätte das Grundstück auch gerne für zehn Jahre wieder verpachtet, kann aber den Argumenten des Käufers unbedingt Folge leisten“, sagte Jochen Dahl (CDU).


Artikel vom 21.01.12 - 07:00 Uhr
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