
Ausrüsten und ausrücken: An der angenommenen Einsatzstelle angekommen, begannen der Einsatzleiter und die Gruppenführer mit der Erkundung der Einsatzstelle, während der Maschinist das Stromerzeugeraggregat in Betrieb nahm und so die Voraussetzung für besseres Licht schaffte.
Der Angriffstrupp begann damit, sich gegenseitig mit Leinen zu sichern. „Wie bei jeder Übung und jedem Einsatz hat die Sicherheit der Retter höchste Priorität“, betont Cappels Ortsbrandmeister Gerd Plötzky. Hierfür wurden spezielle Knoten genutzt, die bereits während der Grundausbildung gelehrt und auch immer wieder geübt werden müssen.
Obwohl jeder einzelne Handgriff sicher saß, überprüfte ein Kamerad immer noch einmal die angelegten Knoten und sogenannten Stiche, bevor sie gemeinsam ans Eis vorgingen. Währenddessen holten die übrigen Einsatzkräfte die zum Retten benötigten Steckleiterteile vom Fahrzeugdach.
In der Zwischenzeit waren der Einsatzleiter und die Gruppenführer von der Erkundung zurück und teilten mit, wie die verunglückte Person zu retten sei. Die vierteilige Steckleiter wurde ebenfalls mit Leinen gesichert und aus je zwei Teilen zusammengesteckt auf das Eis gelegt. Dies diente dazu, das Gewicht des Retters auf eine größere Fläche zu verteilen.
Stück für Stück arbeitete sich nun ein Retter mit den Leiterteilen zu dem ins Eis Eingebrochenen vor, während er von einem am Ufer stehenden Kameraden bei seinem Vorgehen auf dem Eis gesichert wurde.
Nachdem der vermeintlich Verunglückte aus dem Eis gerettet und gesichert ist, ging es für Retter und Geretteten gemeinsam, mit Unterstützung der am Gewässerrand wartenden und wachenden Kameraden zurück ans trockene Ufer, wo die Erstversorgung mit einer Decke längst vorbereitet wurde.
„Bei einem tatsächlichen Unglücksfall würden jetzt ein Notarzt und der Rettungsdienst die weitere Versorgung des Eingebrochenen übernehmen“, sagte der Ortsbrandmeister.
Für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Cappel endet diese, an der Küste witterungsbedingt nur selten praktizierbare Übung mit der Überprüfung und dem Verpacken der Ausrüstung.
Fazit der Übung: Für den Ernstfall, der möglichst nicht eintreten sollte, ist man in Cappel gerüstet und vorbereitet. (jm/nz)
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