
Der Antrag der CDU-Opposition im Samtgemeinderat wurde damit in den Fachausschuss verwiesen. „Ich glaube, wir müssen hier etwas tun“, appellierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Udo Allmers an die Ratskollegen und Ratskolleginnen und forderte eine erneute Bestandsaufnahme der Situation der Asylbewerber in der Samtgemeinde.
Bereits 2009 hat die Politik nach einer Besichtigung der Immobilie beschlossen, sich von dem Objekt zu trennen und sich um neue Unterbringungsmöglichkeiten für diesen Personenkreis zu bemühen. Bei diesem Beschluss blieb es. Es gab keine Umsetzung, weil man keine geeignete Immobilie in der Samtgemeinde fand. Im November beantragte die CDU-Fraktion, sich wieder mit der Thematik zu befassen, zur Betreuung eine Bezugsperson bereit zustellen und Deutschkurse für die Betroffenen zu übernehmen.
Wie ernst es den Samtgemeinderatsmitgliedern ist, sich mit der Sache auseinander zu setzen und Taten folgen zu lassen, zeigt der Ratsbeschluss die bisherigen Zivildienststellen in Stellen für den Bundesfreiwiligendienst umzuwandeln. Eine dieser beiden Stellen soll für diesen Aufgabenbereich zuständig sein.
Einig waren sich die Samtgemeindepolitiker, dass es sicher schwierig wird, eine geeignete Immobilie zu finden. Dafür muss geklärt werden, ob es eine zentrale oder dezentrale Unterbringung in der Samtgemeinde geben solle. Beides habe Vor- und Nachteile, lautete die Argumentation. „Die Unterbringung und Betreuung dieses Personenkreises muss in der Politik Wertschätzung erfahren“, forderte die SPD-Fraktionsvorsitzende Claudia Theis.
Sehr wichtig war es der Samtgemeindepolitik auch, die ehrenamtliche Arbeit der Flüchtlingsinitiative vom Verein Netzwerk zu unterstützen „und uns vor allem um die Hardware kümmern, denn dafür sind wir zuständig“, brachte es Allmers auf den Punkt.
Dass mit Kleinigkeiten eine Menge auch bei der Unterhaltung der Immobilie erreicht werden kann, berichtete Günter Knief, der sich mit handwerklichen Arbeiten bei der Initiative engagiert, dem Samtgemeinderat: Sei es, dass es darum geht, dass ein Abflussrohr einer Spüle richtig verlegt wird, Wände gestrichen werden oder sich darum gekümmert wird, dass Türen ordentlich schließen.
Es seien die zahlreichen kleinen Arbeiten, die die Flüchtlingsinitiative und ihre Helfer leisteten, informierte er. (rk)
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