
„Wir wollen damit zeigen, dass die Soldaten bei uns in Nordholz herzlich willkommen sind“, erklärt Verwaltungschef Bernhard Jährling (SPD) die Initiative, die sich an Nordholzer Privatvermieter, aber auch Makler richtet. Verdienen würde die Gemeinde daran keinen Cent, versichert der Bürgermeister. „Wir reichen die Angebote lediglich an das Geschwader weiter.“ Dort würden sie geprüft und anschließend an Interessenten aus Kiel weitervermittelt.
Dass mit der Überführung des Kieler Marinefliegergeschwaders im 2. Halbjahr nach Nordholz für die Soldaten und ihre Familien großer Bedarf an Wohnraum entsteht, ist auch beim MFG 3 kein Geheimnis.
Das Nordholzer Geschwader baut selbst bereits drei Unterkunftsgebäude, die jeweils über 86 Einzelzimmer mit dazwischenliegender Nasszelle verfügen.
Für kasernenpflichtige Soldaten, die nicht auf dem Gelände des Marinefliegerstützpunktes untergebracht werden können, stehen zudem Unterkünfte in Altenwalde zur Verfügung. In militärischen Unterkünften leben jedoch in der Regel Soldaten nur bis zum 25. Lebensjahr.
„Nicht kasernenpflichtige Soldaten wissen seit langem von ihrer Versetzung und haben sich bereits mit Hilfe der Wohnungsfürsorge der Marine oder in Eigenregie auf dem freien Wohnungsmarkt über die Situation in Nordholz informiert“, sagt Fregattenkapitän Nils Borchert. „Dafür wurde eine Liste mit Angeboten der örtlichen Makler und Vermieter erstellt und den Soldaten zur Verfügung gestellt“, berichtet der Personalstabsoffizier des Nordholzer Geschwaders. „Wenn Not am Mann ist, werden wir immer eine vorübergehende Lösung für ein begrenztes Kontingent finden“, ist sich der Stabsoffizier sicher.
Wann genau der Zuzug der Soldaten und deren Familien erfolgt, ist abhängig von der individuellen Situation „Die Übergänge werden fließend sein, zum 1. Oktober 2012 wird aber das Gros der Kieler in Nordholz sein“, sagt Nils Borchert. (thm/ike)
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