Dieser soll eine Übersicht über das vorhandene örtliche Energiepotential verschaffen und Planungssicherheit für eine effiziente Energienutzung schaffen. Das Ziel dabei: energieautark werden.
Mit einem Energienutzungsplan können Gemeinden, zusammen mit Grundeigentümern und Versorgungsunternehmen eine transparente und längerfristige Energiepolitik betreiben. Dabei sind sowohl ökologische als auch ökonomische Aspekte zu bedenken. Zu diesem Thema hatte die Verwaltung Herrn Athmer (Firma NewEn Projects GmbH) und Herrn Dr. Lüdtke (Firma ehp-energy harvesting projects gmbh) als Referenten eingeladen.
Die Vortragenden führten aus, dass regenerative Energieformen wie Wind- oder Solarenergie nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für unsere Umwelt sind. Damit das klappen könne, müssten aber die Netze ausgebaut werden. Und es sei auch klar, dass durch die Umstellung auf Erneuerbare Energien der Strom in den nächsten Jahren teurer werde.
Was ist, wenn der Wind einmal nicht weht und die Sonne nicht scheint? Bürgermeister Klaus Wirth wollte genauere Informationen: „Wie kann man denn bei einer Einheitsgemeinde wie Schiffdorf mit 14 100 Einwohnern auf unsere Verhältnisse alles sinnvoll herunterrechnen?“ Die Firmenvertreter betonten, dass sie das Ganze hinsichtlich Planung, Finanzierung und Realisierung begleiten könnten. Die Kommune und die Bürger würden bereits im Vorfeld der Planung mit eingebunden und hätten so die Möglichkeit, die Energiewende in ihrer Region aktiv mit zu gestalten und davon zu profitieren.
Ratsherr Günther Sancken fragte, wie eine kleine Kommune wie Schiffdorf mit 14000 Einwohnern diese Idee allein verwirklichen könne: Die Antwort: Durch die Umstellung von Energieimporten auf heimische erneuerbare Energiequellen fließen Gewerbe-und-Einkommensteuern sowie Pachteinnahmen in die kommunalen Kassen. Die Einnahmen ließen sich zudem steigern, wenn die Anlagen in kommunaler Regie betrieben werden.
Nach den umfangreichen Vorträgen wurde die Gemeinde Schiffdorf beauftragt, zur Erstellung des Energienutzungsplanes die Förderung nach der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative vom 23. November 2011“ zu beantragen. Diese Förderung sieht eine Bezuschussung solcher Vorhaben von bis zu 65 Prozent vor. Heinrich Meuser (CDU) warnte eindringlich: „Wir müssen auch an die Bürger denken. Ein Blockheizwerk zu bauen, kostet richtig Geld.“ Auch Bürgermeister Klaus Wirth betonte, man müsse bei dem Vorhaben nicht nur den Einzelnen, sondern die ganze Gemeinde im Blick behalten.
Ausschussvorsitzender Otto Döscher (Grüne) wollte es konkret wissen: „Welches Potential könnten wir abgreifen, und was genau heißt das für uns!“ Er plädierte für einen Bestandsaufnahme, das sei doch ein guter Anfang. Man ging auseinander mit dem Vorschlag, eine genaue Empfehlung für die Gemeinde Schiffdorf abzugeben. Die Verwaltung wünscht eine exakte Leistungsbeschreibung und zwar mit allen verbundenen Kosten. (hde)
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