
Schulleiter Hajo Stührenberg hat am Montagabend die Eltern über die möglichen Änderungen informiert. Für die Schüler, die jetzt schon an der Schule sind, wird sich nichts ändern. Die Neuerungen gelten für jene Schüler, die im Sommer in die fünften Klassen kommen.
„Hagen ist in Sachen Oberschul-Einführung bisher noch ein weißer Fleck auf der Landkarte“, stellte Schulleiter zu Beginn des Info-Abends fest. Die Anmeldungen für die Hauptschule gingen drastisch zurück. So habe die Schule für dieses Schuljahr nur acht Anmeldungen gehabt und für das nächste Jahr gebe es erst eine, berichtete der Schulleiter. „Aber wir dürfen die Hauptschüler nicht fallen lassen“, betonte Stührenberg.
Ziel der neuen Schulform sei es, besonders die Hauptschüler zusätzlich zu fördern, damit „sie nach oben kommen können, wenn sie denn wollen“, sagte der Schulleiter. Die Entscheidung darüber, ob die Oberschule zum neuen Schuljahr eingeführt wird, trifft der Schulvorstand. Dieses Gremium besteht aus sechs Lehrer- sowie je drei Eltern- und Schülervertretern. Spricht sich der Schulvorstand für das Vorhaben aus, wird ein Arbeitskreis von Lehrern der Hermann-Allmers-Schule das Konzept für den künftigen gemeinsamen Unterricht ausarbeiten. Über dieses Konzept befindet dann die Gesamtkonferenz der Schule, die ebenfalls neben den Lehrern mit Eltern und Schülervertretern besetzt ist.
Hajo Stührenberg verspricht sich von der neuen Schulform auch ein besseres Schulklima zum Beispiel durch gemeinsame schulische Veranstaltungen. In der Oberschule werden die Schüler länger – mindestens in der fünften und sechsten Klasse – gemeinsam je nach ihren Fähigkeiten unterrichtet. Mit dem Eintritt in die fünfte Klasse entscheidet sich, ob die Kinder im Grundkurs (ehemals Hauptschule) oder im erweiterten Kurs (ehemals Realschule) unterrichtet werden. „Es besteht jederzeit die Möglichkeit, nach oben und unten zu wechseln“, berichtet er weiter. Auch soll besonderer Wert auf die Förderung von leistungsschwächeren Schülern gelegt werden.
An der Oberschule gibt es den Haupt- und Realschulabschluss sowie den erweiterten Realschulabschluss. Einen gymnasialen Zweig werde es an der Hermann-Allmers-Schule auf keinen Fall geben, da sich in unmittelbarer Nähe die Waldschule mit Gymnasium befinde, so Stührenberg. (rk)
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