
In einer fast dreistündigen Sitzung haben sich die Ausschussmitglieder mit dem Thema Windenergie beschäftigt. Vertreter der beiden Unternehmen Enercon und Energiekontor stellten ihre Planungen zu den Projekten vor, die der Landkreis Cuxhaven im Regionalen Raumordnungsprogramm ausweisen will.
Die Firma Enercon will den Windpark Kirchwistedt-Altwistedt um sieben Anlagen in östlicher Richtung und zwei Anlagen in nördlicher Richtung erweitern. In Heerstedt-Lohe möchte das Unternehmen drei Windkraftanlagen in östlicher und eine nördlicher Richtung bauen. In den bestehenden Park könnten noch zwei weitere Anlagen aufgebaut werden, falls die Höhenfestsetzung des bisherigen Sondergebietes geändert wird. Eine Windenergieanlage plant Enercon in Ahe. Hier ist eine kleine Fläche als Erweiterung des Windparks in Holste (Landkreis Osterholz) geplant.
Sven Punke von der Firma Energiekontor stellte die Planungen für einen Windpark in Appeln vor. Hier sind vier Anlagen möglich. Punke bedauert dabei, dass der Landkreis Cuxhaven den Sportplatz in Appeln als Wohngebiet einstuft. Würde die tatsächliche Bebauung zählen, könnten sechs Anlagen errichtet werden und dabei weiterhin der Abstand von 1000 Metern zu Ortslagen eingehalten werden. Im Bereich Heerstedt-Lunestedt plant die Firma Energiekontor 14 Anlagen.
Beide Unternehmen machten auch kräftig Werbung für höhere Anlagen. Schließlich wollten die Politiker nach den Vorträgen eine Höhenfestsetzung beschließen. Während Sven Punke den Unterschied von 150 Meter und 186 Meter hohen Anlagen mit Bildern darstellte, setzten die Mitarbeiter von Enercon auf Zahlen. 25 Prozent weniger Stromertrag, 25 Prozent geringere Pachten für die Flächeneigentümer, 2,55 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer für die 15 Enercon-Anlagen.
Die Entscheidung, welche Maximalhöhe für die Windparks in der Gemeinde Beverstedt gelten sollen, nahm Thomas Homm vom Planungsbüro Topos den Politikern ab. Er schlug in seinen Beratungshinweisen vor: „Schreiben Sie in den Unterlagen für die Beteiligung der Öffentlichkeit, dass 150- bis 200-Meter-Windräder vorstellbar sind. In der Auslegung können Bürger und Behörden darauf eingehen.“ Diese Anregung nahm der Ausschuss auf. Die endgültige Festlegung der Höhe wird der Gemeinderat Beverstedt nach dem Beteiligungsverfahren mit dem Beschluss des Flächennutzungsplans treffen. (jfw)
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