
Während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Häfen legte Höppner den Abschlussbericht dieser Arbeitsgruppe vor. Kernpunkt war der Vorschlag, an der neuen Seebäderbrücke im Bereich Fährhafen einen gesonderten Kreuzfahrtterminal einzurichten und die „Cruise Port Cuxhaven“ als Betriebsgesellschaft zu gründen, um am wachsenden Kreuzfahrtmarkt partizipieren zu können. Der vorhandene Terminal am Steubenhöft sollte mit Blick auf die historische Bausubstanz weiterhin als Angebotsergänzung betrieben werden.
Da weder der landeseigenen Hafenbetriebsgesellschaft NPorts GmbH, der Stadt Cuxhaven noch der ortsansässigen Firma Cruise & Ferry Cuxhaven die für den Terminalbau im Fährhafenbereich erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung stehen, wurde das neue Konzept dem Unternehmen TUI-Cruises sowie vier weiteren Gesellschaften vorgestellt.
Die Mitglieder der von Dr. Höppner koordinierten Arbeitsgruppe mussten schließlich akzeptieren: Ohne öffentliche Zuschüsse wird eine nachhaltige Verbesserung der vorhandenen oder neu zu errichtenden Infrastruktur für das Kreuzfahrtgeschäft am Standort Cuxhaven nicht zu erreichen sein. Die Arbeitsgruppe stellte aber auch fest: Am historischen Kreuzfahrtstandort Cuxhaven gibt es erhebliche Potenziale zur Weiterentwicklung des Geschäftes und damit zur Wertschöpfung für die einheimische Wirtschaft. Dr. Höppner: „Cuxhaven hat die geografischen Voraussetzungen, in die erste Liga der Kreuzfahrtstandorte aufzusteigen.“
Weil aber weder die zunächst angepeilte große Lösung noch eine mittlere in der jetzigen wirtschaftlichen Situation zu erreichen ist, empfahl die Arbeitsgruppe, zum Erhalt der vorhandenen Aktivitäten und der daraus am Standort stattfindenden Wertschöpfung die sogenannte „kleine Lösung“ anzupacken.
Um die gewachsenen Kreuzfahrtaktivitäten zu erhalten und zu unterstützen, sollen die finanzierbaren Verbesserungen, so wie im „Strategiepapier zur Entwicklung des Kreuzfahrtstandortes Cuxhaven“ aus dem Jahr 2007 aufgelistet, zunächst überprüft und die bereits heute zur Umsetzung geeigneten Maßnahmen zusammengefasst und wenn möglich abgearbeitet werden. Außerdem erhofft man sich vom Stadrat ein klares Bekenntnis zum Kreuzfahrtstandort Cuxhaven. (cew)
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