
„Ich war schon froh, dass da im Simulator-Cockpit ein Profi neben mir saß“, lacht Thomas Kossendey. Der Profi ist Daniel Peter, der federführend die Pilotenausbildung in Nordholz leitet. Geduldig erklärt er dem Politiker aus Berlin die Instrumente und wie Starts und Landungen auf verschiedenen Flughäfen im Simulator nachgestellt werden können. „Die Ausbildung hier beim MFG 3 ist wirklich sehr realitätsnah“, lobt Kossendey.
Trotz zwischenzeitlicher Unkenrufe wird ab 2012 das Marinefliegergeschwader (MFG) 5 aus Kiel nach Nordholz verlegt. „Damit kommen etwa 350 bis 400 Marineangehörige zusätzlich nach Nordholz“, versicherte Kossendey. In Kiel hatte es gegen die Verlegung immer wieder Widerstände gegeben. Mit dem MFG 5 kommt die Staffel des Sea King Mehrzweckhubschraubers nach Nordholz. „Ich verstehe, dass die Kieler mit einem weinenden aber auch mit einem lachenden Auge nach Nordholz kommen werden“, sagte Kossendey. Denn das MFG 3 sei wirklich sehr gut aufgestellt und tue derzeit viel für die Infrastruktur, um sich auf den Zuwachs einzustellen.
Er rechne nicht damit, dass die Marine ab 2011 mit weniger fliegendem Gerät operieren müsse, sagt Kossendey. „Die endgültigen Sparpläne für die Bundeswehr gibt es jedoch erst Anfang 2011.“ Dann wird auch ermittelt sein, wie viele Soldaten die Bundeswehr künftig haben wird.
Kossendey weiß um die Notwendigkeit eines neuen Bundeswehrhubschraubers. Doch genauso weiß er, dass sein Dienstherr, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, sparen muss. Daher ließ sich Kossendey auch heute kein genaues Datum entlocken, wann genau ein neuer Helikopter in Dienst gestellt werden könnte. „Wir müssen uns zügig über einen neue Hubschrauber unterhalten“, sicherte er zu.
Der Sparzwang des Verteidigungsministeriums wird auch die Zivilbeschäftigten der Bundeswehrstandorte treffen. „Erst wenn wir 2011 den konkreten Sparplan kennen, können wir den Abbau der Zivilbeschäftigten planen“, sagt Kossendey.
Mit den Kommunen, dem Landkreis und Windkraftexperten will sich das Verteidigungsministerium im Oktober treffen, um abzustecken, wo Windkraftanlagen eventuell das Flugradar stören könnte. „Es wird auch schon an Techniken gearbeitet, die das Radar für solche Störungen unempfindlicher machen, doch das dauert seine Zeit“, sagt Kossendey.
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