
Und so war es auch diesmal nicht verwunderlich, dass die Kaffeegäste beim Betreten der „Grooten Deel“ plötzlich mitten im Raum vor einem Leuchtturm standen. Der Wremer Heimatkreis hatte ein 1-zu-20-Modell des ehemaligen Solthörner Leuchtturms mitgebracht, um auf die geplante Leuchtturmstraße an der Wurster Küste aufmerksam zu machen.
Der Petroleumkocher wurde im Jahr 1889 errichtet und ist einmalig an der deutschen Nordseeküste. Die rund zehn Meter hohe Holzkonstruktion trug einen kastenförmigen Baukörper, auf dem sich die Laterne befand. Als Quermarkenfeuer deklariert, wies er den Schiffen bis zum Jahre 1905 den Weg. 1911 wurde er abgerissen.
Nach dem Willen des Wremer Heimatkreises und vieler Leuchtturmfreunde aus ganz Europa soll er als Nachbau errichten und wie der „Kleine Preuße“ zu einer weiteren Touristenattraktion in Land Wursten werden.
Mit seinem 25-jährigen Jubiläum hatte der Wremer Heimatkreis den ersten Anstoß zur Realisierung der Pläne gegeben. Einen passenden Standplatz hat die Samtgemeinde Land Wursten auch schon bereitgestellt.
Das nächste Hofcafé in der „Grooten Deel“ in Cappel-Neufeld findet am Sonntag, 15. Mai, ab 13 Uhr statt. Dann ist Annas Klöppelkreis zu Besuch, um den Gästen Fingerfertigkeit und Erfahrungen rund ums Klöppeln zu zeigen. (ul)
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