Die Vorsitzende des Cuxhavener Tierschutzvereins schlägt Alarm. Vertreter der Stadt, der beteiligten Gemeinden und den des Vereins hat sie an diesem Nachmittag zusammengetrommelt, um auf die unhaltbaren Zustände in dem Heim an der Altenwalder Chaussee aufmerksam zu machen. Das Ergebnis: Jetzt soll ein Arbeitskreis gegründet werden, um so bald wie möglich einen neuen Standort für das Tierheim zu suchen.
Die Probleme dort sind nicht neu. Die Tierschützer müssen immer mehr Katzen und Hunde aufnehmen, weil Hundebesitzer von ihren Vierbeinern oft überfordert sind und Katzenliebhaber ihre Schützlinge nicht kastrieren lassen. Die Folge: Das Heim ist überfüllt, die Kosten für Personal, Unterbringung und Tierarztbehandlung schießen in die Höhe. Zugleich ist das Gebäude marode, weil die Feuchtigkeit der hinter dem Grundstück gelegenen Wettern in die Wände klettert. „Im Hundehaus fallen die Fliesen herunter, im Katzenhaus sind Risse in den Wänden, und dort, wo nur es nur Steinböden und Plastikdächer gibt, heizen wir quasi für draußen“, klagt Führer.
Die Stadt weiß um das Problem. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch (parteilos), der zusammen mit seinen Stellvertretern Erika Fischer und Uwe Santjer (beide SPD) angerückt ist, unterstreicht gleich zu Beginn, dass sich alle Parteien im Rat einig seien, dass es mit dem Tierheim so nicht weitergehen könne. „Wir müssen nach einer anderen Lösung suchen“, so Getsch. Irene Führer hat bereits eine in der Tasche: Ein verwaister Bauernhof am Osterende in Lüdingworth könnte als neues Domizil für das Tierheim dienen, so ihre Idee. Pläne für den Kauf und den Umbau des 2,5 Hektar großen Hofgeländes zu einem Tierheim mitsamt Tierfriedhof, Hundeschule und Quarantänestation präsentiert ein Architekt den überraschten Kommunalvertretern.
Trotzdem wollen Politik und Verwaltung dem Verein helfen. Getschs Stellvertreter Fischer und Santjer sowie Bernd Jothe von den Grünen machen sich für die Gründung des Arbeitskreises stark, der eine Lösung finden soll. „Es wird höchste Zeit, dass alle an einen Tisch kommen“, sagt SPD-Mann Santjer.
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