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Feuer vernichtet Kfz-Betrieb

Cuxhaven. Der Aufmerksamkeit eines Taxifahrers verdanken ein 61-jähriger Cuxhavener und seine Frau vermutlich ihr Leben: Der Taxifahrer hatte am Donnerstagabend ein Feuer in der Werkstatt eines Kfz-Betriebs entdeckt, über dem der Seniorchef mit seiner Frau wohnte. Er warnte die Bewohner und alarmierte die Feuerwehr. Bei dem Brand entstand ein Schaden von rund zwei Millionen Euro.

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Flammen schlagen aus der Werkstatt in Cuxhaven: Bei dem Großbrand am Querkamp in der Nacht zu Freitag entstand ein Millionen-Schaden. Foto tas

Mehrere Pkw, ein Wohnwagen, die gesamte Werkstatteinrichtung und vor allem ein ganzes Reifenlager mit etwa 300 Pneus gingen in Flammen auf. Innerhalb weniger Stunden vernichtete das Großfeuer den Reifenhandel und Kfz-Betrieb von Christoph und Harald Bremer im Gewerbegebiet am Querkamp. Warum das Feuer gegen 20.25 Uhr in der Werkstatthalle ausbrach, ist noch nicht geklärt. „Ich habe das erst für einen blöden Scherz gehalten“, sagte Seniorchef Harald Bremer am Freitag. Als er nach der Warnung durch den Taxifahrer auf die Straße getreten war, stand ein Teil der Werkstatt bereits lichterloh in Flammen.

In Sicherheit gebracht

Das Wohn- und Bürogebäude ist durch eine Brandschutzmauer vom Reifenlager getrennt. Schnell rannte Bremer in die Wohnung zurück, um sich etwas überzuziehen. Gemeinsam mit seinem Hund brachte er sich dann in Sicherheit.

Ein Übergreifen des Feuers auf den Wohn- und Bürotrakt sowie auf einen benachbarten Betrieb konnte die Feuerwehr verhindern. Rauch und Löschwasser machten das zweistöckige Wohngebäude aber unbewohnbar.

Laut Feuerwehrchef Thomas Gillert waren rund 100 Kräfte der Berufsfeuerwehr Cuxhaven sowie der freiwilligen Feuerwehren Döse, Mitte, Groden, Sahlenburg und Stickenbüttel sowie vorsorglich auch eine Rettungswagenbesatzung im Einsatz. Von drei Seiten kämpften die Männer gegen die Flammen.

Ein besonderes Problem stellten die brennenden Reifen dar. Mit großen Mengen Wasser und 1000 Liter Schaumzusatz gelang es nach zwei Stunden, das Feuer zu ersticken. Alle Einsatzkräfte rückten unter schwerem Atemschutz vor. Der giftige Rauch stellte die größte Gefahr dar. Außerdem gab die Stahlkonstruktion der Halle im Dach- und Wandbereich nach und brach in sich zusammen. Einsturzgefahr besteht weiterhin.

Anwohner evakuiert

Etwa 20 Anwohner in der Nachbarschaft wurden kurzfristig evakuiert, konnten aber nach einer Stunde in ihre Wohnungen zurückkehren. Mit Lautsprecherdurchsagen und Rundfunkmeldungen warnte die Polizei die Bevölkerung vor dem giftigen Rauch. In der Garage einer Nachbarin versorgte ein Verpflegungszug aus Altenwalde die Einsatzkräfte. (tas)

Artikel vom 11.02.12 - 16:00 Uhr
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