
Eigentlich sollte nach der umfangreichen Ortssanierung die Haltestelle „Markt“ erhalten bleiben. In die Planungen war auch das örtliche Busunternehmen Junghans einbezogen worden. „Die Firma hatte betont, dass die Bedienung der Haltestelle mit kleineren Bussen überhaupt keine Probleme mache“, erinnert sich Amtsleiter Gert Weinreich.
Doch es kam anders: Junghans wurde die Konzession entzogen und eine Busunternehmergemeinschaft übernahm den Liniendienst. Seitdem wurden nur noch große Fahrzeuge eingesetzt, und für die waren die örtlichen Gegebenheiten nach dem Umbau nicht mehr geeignet.
Die Linienbetreiber haben der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) im Juni 2011 mitgeteilt, da die Haltestelle „Bad Bederkesa, Markt“ unmittelbar nach dem Linksabbiegen aus der Seebeckstraße gelegen sei, sei ein geradliniges Anfahren nicht möglich. Zudem sei durch die neugefasste Bordsteinhöhe von 20 Zentimetern ein Überstreichen der Haltestellenplattform mit Niederflurbussen beim Anfahren ebenfalls nicht möglich, so dass bei der mittleren Tür eine Entfernung zum Bordstein von etwa 1,50 Metern bleibe. Dadurch bestünde für Fahrgäste eine erhöhte Sturzgefahr, heißt es in der Mitteilung, „mobilitätseingeschränkte Personen können ohne fremde Hilfe nicht aussteigen“.
Der Einsatz von Hochflurbussen dagegen würde den Qualitätsstandards des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen widersprechen. Die während der Ortssanierung bediente Haltestelle Hasengarten dagegen habe sich bewährt, habe sie ihren Standort doch eher in der Mitte der für den Einkaufs- und Freizeitverkehr wichtigen Ziele.
Der Flecken Bederkesa hatte der Entscheidung der Linienbetreiber wohl nichts entgegenzusetzen, „und so haben wir im letzten November hier erst mal ein Wartehäuschen für die Fahrgäste aufgestellt“, erzählt Gert Weinreich. Doch damit sei es noch nicht getan, denn nun müsse ein erhöhter Bordstein gebaut werden, damit der barrierefreie Zugang durch die Niederflurbusse gewährleistet sei. „Für diese Maßnahme befinden wir uns jetzt in der Planungsphase, so dass im nächsten Jahr gebaut werden kann“, meint der Amtsleiter. (ens)
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