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Details aus Asse-Ausschuss

Altluneberg. Verstrahlt, vergraben, vergeigt: Damit war der Skandal um die Atom-Endlagerung in der wasserdurchlässigen Schachtanlage Asse gemeint. SPD-Landespolitikerin Daniela Behrens hatte ihre Fraktionskollegin Petra Emmerich-Kopatsch als Referentin für die gleichnamige Veranstaltung gewonnen. Doch nur 15 Zuhörer interessierten sich für den Vortrag, den das Mitglied im Asse-Untersuchungsausschuss hielt.

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Die Akten studiert: Petra Emmerich-Kopatsch kennt sich aus mit dem Asse-Skandal. Foto fix

Eingeladen hatte der SPD-Ortsverein Schiffdorf. Deutlich wurde, dass die Asse zwar nicht unmittelbar vor Cuxlands Haustür liegt, aber auch die Zukunft des Atommeilers in Kleinensiel nicht ohne den Skandal beurteilt werden kann. Denn noch ist die Frage nicht beantwortet, wo der Atommüll eines Tages sicher deponiert werden kann.

Emmerich-Kopatsch berichtete, wie sie sich durch die Akten von 1964 bis 1978 arbeitete und über die Hemdsärmeligkeit staunte, mit der entschieden wurde über die Lagerung radioaktiven Materials, das über Millionen Jahre strahlt. Sie beschrieb, wie die Fässer erst gestapelt und zum Schluss nur noch in die Tiefe gerollt wurden.

„Wichtig war, den Atommüll loszuwerden“, meint Emmerich-Kopatsch, nachdem sie über die diffuse Bedeutung der Bezeichnung „Versuchsendlager“ philosophiert hatte. Sie betonte, dass das Problem der Endlagerung von Atommüll weltweit ungelöst sei. Daniela Behrens zieht mit der Genossin in Sachen Atompolitik an einem Strang. Beide setzen sich dafür ein, dass zum Beispiel die Wirkung des Tritiums, eines der Abfallprodukte, wissenschaftlich erforscht werden muss.

„Geister-Antrag“

Die beiden sind überzeugt, dass die Verantwortlichen in Hannover darüber nicht wirklich Bescheid wissen wollen. So erklären sie sich jedenfalls, dass ein entsprechender Antrag bisher nicht beschieden wurde, sondern durch die Instanzen geistert.

Behrens betonte, dass angesichts der ungelösten Endlager-Problematik an eine Verlängerung der Laufzeiten für AKW nicht zu denken sei. Gleichwohl müsse eine Möglichkeit der Endlagerung gefunden werden, weil derzeit schon 140 000 Kubikmeter radioaktiver Müll an den Kraftwerken lagere. Behrens forderte, auch Bergwerke in Süddeutschland als Endlager in Betracht zu ziehen. (fix)

Artikel vom 19.06.10 - 06:00 Uhr
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