
Etwa 200 Gäste haben gestern nach Veranstalterangaben die Messe für den Erhalt der niederdeutschen Sprache besucht. Die Veranstaltung bot mit neun Informationsständen und fünf Kursen verschiedenen Möglichkeiten, sich mit der traditionellen Sprache auseinanderzusetzen.
Eine solche Variante präsentierte Battefeld. Der gebürtige Bremer von der Band Fofftig-Penns gab in seinem Kursus eine Einführung in den „Plattdüütschen Hip Hop“ und sorgte für Ideen für „Plattdüütsch in de School.“ Auf die Frage, was diese Sprache für ihn besonders mache, antwortete er: „Wenn ich sie spreche, fühle ich mich zu Hause.“ Doch er weiß: „Die Sprache ist vom Aussterben bedroht.“ Damit das nicht passiert, unterrichtet Hans-Hinrich Kahrs, Fachberater für Niederdeutsch und Klassenlehrer an einem Gymnasium in Hemmoor, 30 Fünftklässler ausschließlich in den Fächern Sport, Geschichte und Erdkunde in Plattdeutsch. Das freiwillige Pilotprojekt gilt seit August. Und Kahrs betonte: „Es ist mit Sicherheit auch ein Modell für andere Schulen.“ Denn schon nach sechs Wochen hätten die Schüler alles verstanden.
Ein Projekt, das auch Mitinitiator Kück ein wenig Hoffnung vermittelt. Denn: „Minderheitensprachen werden europaweit gepflegt. Warum nicht auch bei uns?“ Im Kreis Cuxhaven sprechen derzeit etwa 20 Prozent der Menschen Plattdeutsch. Kück ergänzte: „Tendenz steigend.“
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