Die Lkw verbauten auf der recht schmalen Straße den Weg in den hinteren Teil des Gewerbegebiets, immer wieder liege dort Müll herum, auch ihre Notdurft verrichteten die Fahrer einfach draußen auf freier Fläche, lautet die Kritik. Das sei nicht attraktiv für die Kunden, heißt es. Tatsächlich nutzen offenbar immer mehr Trucker das Gewerbegebiet für Warte- oder ihre gesetzlich verordneten Ruhezeiten. Der Grund: Die Rastplätze an der Autobahn werden angesichts des boomenden Lkw-Verkehrs immer voller, zudem lockt die Trucker, dass sie sich in den Supermärkten im Gewerbegebiet gleich um die Ecke günstig versorgen können.
Was den vielen Müll angeht, den die Fahrer hinterlassen, habe die Gemeinde schon etwas getan, sagt er. „Dort steht jetzt ein großer Mülleimer, und der wird einmal in der Woche geleert.“ Trotzdem sei das Ganze für die Geschäftsleute ein Problem. Er zeigt auf die riesigen Parkflächen vor seinem Markt. Auch davor machen die Trucker auf der Suche nach einem Platz für ihre Pause nicht Halt – trotz großer Verbotsschilder für die Schwergewichtler, die die Firma inzwischen aufgestellt hat. „Vor der Finanzkrise, als der Hafen richtig brummte, parkten hier manchmal zehn, zwölf Sattelzüge“, erzählt der Mitarbeiter. Und jetzt, da die Wirtschaft sich langsam erhole, werde es eben auch wieder mehr. „Die Kantsteine werden kaputt gefahren, der Belag auf dem Parkplatz leidet, weil er nicht für Zwanzigtonner ausgelegt ist“, klagt der Mann.
Auch die Spadener Kommunalpolitiker wollen sich das nicht länger anschauen. Im Mai hat die SPD die parkenden Lastwagen im Ortsrat zum Thema gemacht. Ergebnis: Die Verwaltung solle sich Gedanken machen, wie man das Problem lösen kann. „Wir wollen nicht, dass sich unter Lkw-Fahrern herumspricht, dass man in unserem Gewerbegebiet umsonst parken kann“, macht Spadens Ortsbürgermeister Ronald Klonus deutlich.
Das wird auch bald ein Ende haben. „Wir werden dort am Neufelder Weg das Parken verbieten“, verspricht Schiffdorfs Bürgermeister Klaus Wirth. Nach einem Ortstermin mit den Verkehrsexperten der Polizei habe man sich dazu entschieden. Die Schilder seien bereits bestellt, sie werden in Kürze aufgestellt, sagt Wirth.
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