Sie gehören zu den 100 Objekten, die das Landesamt für Denkmalpflege in Bremerhaven als erhaltenswert eingestuft hat. Es handelt sich um Gebäude, die im Zuge des Aufstiegs des Fischereihafens mit in Höhe schnellten: Die Auktions- und Packhallen, die der preußische Staat für den Fischversandhandel bauen ließ und die er abschnittsweise verpachtete. Der Staat schuf den Rahmen, der dann von der Privatwirtschaft genutzt wurde – das war das Prinzip im Fischereihafen, sagt Uwe Schwartz vom Landesamt für Denkmalpflege.
Er hat die Geschichte des Fischereihafens in einem Artikel zusammengefasst, der im neuesten Heft der Reihe „Denkmalpflege in Bremen“ erschienen ist. Thema des Heftes ist die Denkmalpflege in den Hafenrevieren wie die Bremer Überseestadt oder eben der Fischereihafen.
Die große Halle X solle unter Denkmalschutz gestellt werden, sagt Schwartz. Außerdem haben die Denkmalschützer zwei Packhallen am Lunedeich im Blick sowie das Seemannsheim, die Eisfabrik, das Kontor- und Produktionsgebäude Klevenhusen an der Hoebelstraße, die „Nordsee“-Verwaltung an der Klußmannstraße und das ehemalige Fischereimuseum, ein Lager aus dem Jahr 1886. Obwohl die Gebäude genutzt werden, sieht Landesdenkmalpfleger Georg Skalecki keine Konflikte mit dem Denkmalschutz. Ein Drittel der Verfahren sind eröffnet, „alle Eigentümer sind informiert“, sagt Schwartz. Und: „Es gibt immer Bedenken, ob der Denkmalschutz die Nutzung behindert. Meistens können wir sie ausräumen.“ (mue)
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