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Eine große Anzahl von Besuchern, denen dieses aktuelle Thema „auf der Seele brennt“, fand den Weg dorthin. Es war zu spüren, dass es im Bereich Wesermünde-Süd noch relativ viele Zweifel am Sinn eines Zusammenschlusses gibt. Im Norden hat man sich anscheinend mit der letztlich unumgänglich auf die beiden Kirchenkreise zukommende Fusion eingestellt.
Die verschiedenen Redner stellten heraus, dass es zwar keine „Zwangsehe“ werden würde, aber zumindestens eine „arrangierte Heirat“, so wie es die „Eltern“ in Hannover wünschten. Mit „Eltern“ ist die evangelische Landeskirche gemeint. Den darüber zu beratenden Mitgliedern des Kirchenkreistages war klar, dass das Landeskirchenamt darüber entscheiden würde, wenn vor Ort keine Einigung erzielt würde.
In diesem Zusammenhang fiel auch schon mal das Schlagwort „Der kleine Vatikan“ als Synonym für das Landeskirchenamt. Dazu sollte angemerkt werden, dass zumindest die wirtschaftliche Seite einer Fusion erhebliche finanzielle Einsparungen bewirken würde. Zusammen hätten beide Kirchenkreise gut 61 000 Kirchenglieder. Verwaltungsmäßig könnte gespart werden.
Ein „großes Signal“ erfolgte dann zum Schluss der Tagung, indem in einer erstmaligen gemeinsamen Abstimmung beider Kirchenkreistage die Bildung einer gemeinsamen „Lenkungskommission“ beschlossen wurde. Diese wird aus jeweils sechs Personen aus „Süd“ und „Nord“ bestehen. Als Nächstes soll bei einer Bustour eine gegenseitige Vertiefung des Kennenlernens beider Kirchenkreistage erfolgen. (stn)
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