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Bremen. Ryanair ist inzwischen die Nummer eins unter den 20 Fluggesellschaften, die vom Bremer Flughafen abheben. Der Billigflieger ist auch der Einzige der gebeutelten Branche, der noch für Wachstum sorgt. Bei der Frachtfliegerei erlebte der Airport geradezu einen Absturz mit 30 Prozent Verlust.
1,8 Prozent beträgt in diesem Jahr das Wachstum von Ryanair in Bremen. Beachtlich angesichts der Tatsache, dass ansonsten das Geschäft mit der Fliegerei in Bremen um 6,2 Prozent geschrumpft ist. Jürgen Bula, Geschäftsführer der Flughafen-Gesellschaft, tröstet sich mit den Ergebnissen der Konkurrenten, die noch schlechter ausfallen: In Hannover brach das Geschäft um 12 Prozent, in Hamburg um 7,2 Prozent ein.
Den Bremer Flugplatz schützte seine Ausrichtung auf das Liniengeschäft (80 Prozent). Während das Tourismusgeschäft überall einbrach, hielten sich die Linienflüge relativ stabil.
Im Winterfahrplan, der Sonntag in Kraft tritt, sind saisonal bedingt die Flüge Richtung Strand und Sonne eingedampft worden. Dafür gibt es mehr Anflüge der Drehscheiben. 35 Zielorte sind von Bremen aus erreichbar. Ryanair wird gleich zwei Flughäfen in Oslo anfliegen. Neben Torp kommt nun Rygge hinzu. Seit Oktober ist auch die Ski-Linie nach Memmingen in Betrieb. „Das läuft sehr gut“, sagt Bula.
Frankfurt ist mit 330 000 Fluggästen die wichtigste Verbindung. Auf Platz zwei folgt München (300 000 Fluggäste). Das Geschäft läuft für die Lufthansa gut. Dass sie dennoch in Bremen Federn lassen musste (minus fünf Prozent), liegt an der schlechten Auslastung der Stuttgart-Verbindung.
Auf der Liste der beliebtesten Reiseziele folgt auf Platz drei Palma (230 000 Fluggäste), dann London (210 000). Während London immer beliebter wurde, büßte der türkische Ferienort Antalya (70 000 Fluggäste) 15 Prozent ein. Grössere Maschinen
1,8 Millionen Fluggäste nutzten in diesem Jahr bis September den Flugplatz. Damit hält sich das Passagiervolumen ziemlich konstant (minus 2,9 Prozent), während die Zahl der Flüge immer geringer wird (minus 8,7 Prozent). Der Grund: Die Maschinen werden größer und die Auslastung besser. So mustert jetzt KLM die Turboprop-Maschinen aus und ersetzt sie durch größere Jets.
Während der Flughafen bei der Passagier-Fliegerei gut durch die Turbulenzen der Wirtschaftskrise gekommen ist, gab es bei der Frachtfliegerei eine Bruchlandung: Tonnage und Umsatz brachen um rund 30 Prozent ein. Um gegenzusteuern, investiert der Flugplatz Millionen in eine neue große Röntgenanlage. (mue)
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