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„Ich bin reich an Erlebnissen“

HOLLEN. „Ich nehme Sie jetzt mit auf eine Reise an das schönste Ende der Welt“, kündigte Gerhard Furtwängler dem Hollener Seniorenkreis voller Begeisterung an. Am Ende waren auch die Senioren begeistert und zutiefst beeindruckt von seinem lebendigen, völlig frei gehaltenen Reisebericht und seinen phantastischen Dias über eine vierwöchige Reise durch Neuseeland.

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Das Paradies gefunden: Die Begeisterung über Neuseeland war dem Weltreisenden Gerhard Furtwängler in Hollen deutlich anzumerken. Foto mo

Nach 24 Stunden Flug und der Landung auf einer der beiden Inseln Neuseelands, in Auckland auf der Nordinsel, kam seine Reisegruppe in einer anderen Welt an. Nicht nur die drei Klimazonen in einem Land, vor allem die andere Lebenswelt und Einstellung der weltoffenen und herzlichen Menschen hinterließen erstaunliche Eindrücke. Auch der Einfluss unterschiedlichster Kulturen, also die Spuren der Engländer, Australier und der integrierten Maoris als Ureinwohner, sowie die Akzeptanz des Andersseins in einem großen Miteinander kamen im Laufe des Vortrags durch Furtwängler immer wieder zum Ausdruck.

„Das ist das Paradies, wie klein und unbedeutend bin ich, wie gewaltig ist die Natur, worüber rege ich mich auf, wir sind nur zu Besuch auf der Erde, wir brauchen die Natur, nicht die Natur braucht den Menschen“ – damit wurde auch ein Stück seiner ausgeglichenen und unbeschwerten Lebensphilosophie deutlich, die er sich auf seinen vielen Reisen durch die Welt zu eigen gemacht hat. „Ich bin arm an irdischen Gütern, aber unendlich reich an Erlebtem“, bekannte er strahlend.

Alle Sinne öffnen

Mit der Reise über die Nordinsel, immer in Richtung Süden, zeigte Furtwängler wunderschöne Strände, die dazu einladen, sich mit allen Sinnen zu öffnen und die Seele baumeln zu lassen.

Die gepflegte alte englische Kultur als Kontrast zur modernen Architektur der Südinsel, eine Trekkingtour durch die traumhafte Landschaft des Südland-Nationalparks, die Vegetation mit Blumen in allen Variationen, Schaf- und Waputi-Reh-Herden als große Exportfaktoren, die traumhafte Fjordlandschaft, die gewaltige Natur des Mount Cook Nationalparks: All das beschrieb Furtwängler immer wieder mit solcher Begeisterung, dass die Zuhörer in Hollen seinen Ausspruch verstehen konnten: „Hier habe ich das Paradies gefunden.“

Als absoluten Höhepunkt seiner Fotoreise zeigte er die Aufnahmen des südlichsten Regenwaldes der Welt mit einer enormen, undurchdringlichen Vegetation und den Flug im Hubschrauber auf über 4000 Meter Höhe über den Franz-Josef-Nationalpark mit dem Mount Cook. (mo)

Artikel vom 14.01.10 - 06:00 Uhr
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