Weil den Tierschützern der jährliche Zuschuss von 40 000 Euro hinten und vorne nicht mehr reicht, wird über einen Nachschlag verhandelt: Der Tierschutzverein führt gestiegene Kosten als Argument ins Feld. Damit die Stadt nachvollziehen kann, was ein Tierheim mit 500 Insassen kostet, hat sie um einen genauen Ausgabenplan gebeten. Der liegt mittlerweile vor. Ob die Tierschützer auf dieser Basis einen Zuschlag erhalten, muss allerdings die Politik entscheiden. Es geht um Zehntausende Euro.
Die Summen, die für den Betrieb des Tierheims benötigt werden, sind keine Trinkgelder. Allein für den Tierarzt gehen monatlich 2900 Euro weg. Schon mit diesem Posten ist der seit Jahren unveränderte städtische Zuschuss nahezu aufgezehrt. Weitere große Ausgabenblöcke sind Kosten für das Personal, im Tierheim sind drei Festangestellte beschäftigt. Dazu kommt das Futter. Und der rund 800 Mitglieder zählende Tierschutzverein schiebt Defizite aus der Vergangenheit vor sich her, die eigentlich ausgeglichen werden müssten. Rund 50 000 Euro fehlen jedes Jahr. Für den Betrieb des Heims kalkuliert der Verein nach neuesten Rechnungen mit einer Viertelmillion.
Von Vorschlägen, die Anzahl der Tiere aktiv und endgültig zu verringern und auf diese Weise laufende Kosten zu verringern, hält Tierschutzvereins-Vorsitzende Brigitte Lewin überhaupt nichts. Das lasse auch die Rechtslage gar nicht zu: „Wir dürfen keine Tiere töten, sondern müssen uns um sie kümmern.“
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